Windpocken (Varizellen) oft im Kindergarten, später als Gürtelrose gefährlich!
Die Windpocken werden in Fachkreisen Varizellen genannt und sind eine hochansteckende Viruserkrankung. Übertragen werden die Windpocken durch Tröpfcheninfektion. Sie zeigen sich in erster Linie durch einen Hautauschlag, der schubweise am ganzen Körper auftritt. Am häufigsten stecken sich Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren mit Windpocken an. Dabei gilt das Frühjahr wie auch der Winter als die typische Zeit für vermehrte Ansteckungen.
Hat man sich mit dem Windpocken-Erreger „Varicella-Zoster-Virus“ angesteckt, bleibt dieser in den Nervenendigungen des Körpers in einer Art Schlafzustand hängen. Die eigentliche Erkrankung kann dann sogar erst nach vielen Jahren aktiv werden. In einem solchen Fall ist von einer Gürtelrose die Rede.
Wie bereits erwähnt, kommt es bei Windpocken zu einem Hautauschlag, der Bläschen bildet und meist heftig juckt. Meist dauert die Erkrankung zehn Tage an und verläuft ohne weitere Komplikationen. In seltenen Fällen können Windpocken aber auch eine schwere Lungen- oder Hirnhautentzündung hervorrufen.
Windpocken werden durch Medikamente behandelt. Zudem wird eine Creme verschrieben, durch die der Juckreiz gelindert werden kann. Es ist wichtig das die betroffenen Hautstellen nicht aufgekratzt werden, da sonst die Gefahr besteht, das sich Narben bilden. Zudem kann sich durch das Aufkratzen die Infektion verschlimmern.
Allerdings ist mit den in Frage kommenden Cremes auch das Risiko verbunden, dass es Folgeinfektionen gibt. Dies ist darin begründet, dass eine solche Creme die Haut nahezu luftdicht abdeckt. Der beste Schutz gegen Windpocken stellt eine Impfung dar, die auch vom Robert-Koch-Institut empfohlen wird.
Veröffentlicht am Freitag, 7. Januar 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Lungenentzündung Windpocken Virus Infektion Hirnhautentzündung Infektionskrankheiten Gürtelrose Komplikationen Windpocken Behandlung Windpocken
