Wie gefährlich ist die entzündete Brust beim Stillen (Mastitis puerperalis, Brustentzündung in der Stillzeit)?
Die Brustentzündung in der Stillzeit wird in Fachkreisen Mastitis puerperalis genannt. Diese Erkrankung tritt nicht immer nur während der Stillzeit auf, sondern kann auch direkt im Anschluss an das Stillen auftreten. Ausgelöst wird die Brustentzündung in der Stillzeit in den meisten Fällen durch das Bakterium „Staphylococcus aureus“. Es kann während der Zeit des Stillens sehr leicht in die Brust eindringen.
In der Regel tritt eine Brustentzündung in der ersten vier bis sechs Tagen nach dem ersten Stillen auf. Beim dem erwähnten Bakterium handelt es sich um einen Krankenhauskeim, sodass am häufigsten die Frauen betroffen sind, die im Krankenhaus entbinden. In den meisten Fällen ist diese Erkrankung akut und nicht chronisch.
Eine Brustentzündung in der Stillzeit ist gut zu erkennen. Zunächst tritt plötzlich Fieber über 38 Grad Celsius auf. Ferner beginnt die Entzündung meist einseitig und wird von Schmerzen und Spannungsgefühlen begleitet. Durch Ertasten kann festgestellt werden, dass die Lymphknoten in der Achselhöhe auf der Seite deren Brust entzündet ist, vergrößert sind. Daneben kann es zu Rötungen und Schwellungen kommen.
Ist eine Frau an der Brustentzündung erkrankt, sollte sie die Brust möglichst ruhig halten, was durch einen perfekt sitzenden BH realisiert werden kann. Zudem sollte der Milcheinschuss medikamentös gehemmt werden. Nicht eindeutig geklärt ist bislang, ob das Stillen mit einer Brustentzündung weitergeführt werden kann. Bei einer leichten Form der Brustentzündung in der Stilzeit sehen die meisten Ärzte aber keine Gründe, die dagegen sprechen.
Veröffentlicht am Dienstag, 1. Februar 2011 | Autor: kb
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