Wie essen Kinder? Gesunde Ernährung lernen!

Eltern kennen das Problem: der Nachwuchs verweigert Gemüse und Salate, bei Fast Food hingegen kennt er oft keine Grenzen. Die Wurzel des Übels liegt bereits in der Schwangerschaft - durch mehrere Untersuchungen wurde die Tatsache bewiesen, dass die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft die geschmacklichen Vorlieben des Kindes beeinflusst. So bevorzugen Kinder, deren Mütter Gemüse hauptsächlich in Form von (süßlichen) Karotten zu sich genommen haben, auch später noch süße Speisen, wohingegen der vermehrte Verzehr von bitteren Gemüsen spätere Probleme mit Spinat, Kraut und Co. vermeiden kann.

Auch im Kleinkindalter können Eltern die Ernährung ihres Sprösslings aber noch beeinflussen, wenn sie einige einfache Regeln beachten: Kinder bevorzugen mehrere kleine Mahlzeiten, verlangen ständig nach ihren Lieblingsspeisen und haben eine Vorliebe für die Farbe Rot. Es wäre also falsch, als erste Gemüsegabe gleich mit Spinat in großen Mengen anzufangen. Besser geeignet sind kleine, handliche, knallrote Kirschtomaten (ein weiterer Vorteil dabei ist, dass es sich um "Fingerfood" handelt, das ohne größeren Aufwand als Snack für unterwegs eingepackt werden kann).

Außerdem probieren viele Kinder bis etwa zum zehnten Lebensjahr die verschiedenen Geschmacksrichtungen erst aus. Wurst UND Brot? Nein! Gerade bei den Acht- bis Zehnjährigen bestehen Eltern oft darauf, dass das tägliche Pausenbrot im Ganzen gegessen werden muss. Das Kind wird sich jedoch entweder für das Eine oder für das Andere entscheiden, die "Mischform" wird erst später akzeptiert. Rücksichtsvolle Eltern, die das akzeptieren, können ihr Kind eher bewegen, etwas Neues zu probieren.

Veröffentlicht am Montag, 15. März 2010 | Autor: cp
Schlagwörter: Kind Jause Mahlzeit Geschmacksbildung Essen