Wenn Schmerzen das Leben unerträglich machen
Schmerzen können das Leben zur Hölle machen, vor allem dann, wenn körperliche Ursachen für die Schmerzen ausgeschlossen werden können. Viele Menschen leiden unter körperlichen Schmerzen, für die es aber keinen körperlichen Grund gibt. Hierbei spielt die Psyche verrückt, was den Leidensdruck der Patienten immer weiter verstärkt. Die Folge sind Depressionen und im schlimmsten Fall sogar der Freitod.
Doch auch Schmerzen, die körperlich bedingt sind, können das Leben unerträglich machen. Nicht nur der Schmerz selbst ist dabei das Problem, sondern vor allem die Hilflosigkeit der Betroffenen macht es so schwierig. Sie haben das Gefühl den Schmerzen machtlos ausgeliefert zu sein. Es geht ihnen die Lebensfreude verloren, sie fühlen sich eingeengt. Auch in diesen Fällen kommt es nicht selten zu Depressionen und großer Verzweifelung.
Der Teufelskreis ist perfekt, denn wenn die Psyche in Mitleidenschaft gezogen wird, reagieren Betroffene aufmerksamer gegenüber Reizen, die schmerzhaft sein können. Die beobachten ständig sich selbst und warten nahezu auf die nächst Schmerzattacke. Ferner versuchen sie generell Situationen zu vermeiden, bei denen möglicherweise ein Schmerz auftreten kann. Dabei steigern sie sich so in ihre Beobachtungen und ihre Kontrolle hinein, dass sie auf der einen Seite gar nicht mehr merken, dass der Schmerz nicht eintritt.
Schmerzen und Psychologie – das ist ein sehr weitreichendes und kompliziertes Thema. In vielen Fällen muss nicht der Schmerz selbst behandelt werden, sondern dem Betroffenen dabei geholfen werden, Lebensqualität zu erlangen und sich wieder Freuen zu können. Doch bis es soweit ist, ist bei vielen Schmerzpatienten ein langer, beschwerlicher Weg zu gehen. Zum Glück gibt es zahlreiche Psychotherapien, die an dieser Stelle gut weiterhelfen können.
Veröffentlicht am Mittwoch, 6. April 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Schmerzen chronische Schmerzen Schmerztherapie unerklärliche Schmerzen Schmerz und Psyche
