Was versteht man unter einer Verhaltenstherapie?

Eine Verhaltenstherapie wird bei einem Psychotherapeuten gemacht und soll einem bestimmten Verhalten auf den Grund gehen. Zu empfehlen ist eine Verhaltenstherapie, wenn man unter Depressionen, Angst oder Panikattacken sowie einem mangelnden Selbstvertrauen oder Stress leidet. Auch wenn man süchtig ist oder schwerwiegende Probleme in der Partnerschaft hat, kann eine Verhaltenstherapie helfen. Auch bei schweren Schicksalsschlägen, wie dem Tod des Partners, kann es hilfreich sein, das Erlebte durch eine Verhaltenstherapie zu verarbeiten.

Das Ziel einer Verhaltenstherapie ist es, eine neue Einstellung zum Leben zu bekommen und bestimmte Verhaltensweisen zu erkennen. Daneben werden Lösungen erarbeitet, durch die eine bessere Lebensqualität ermöglicht werden soll. Zwar wird bei einer Verhaltenstherapie auch auf die Ursachen der Probleme geschaut, was auch in der Kindheit begründet sein kann, allerdings stehen die aktuellen Verhaltensweisen im Vordergrund.

Der Vorteil einer Verhaltentherapie bei derartigen Problemen ist, dass hierfür weitestgehend auf Psychopharmaka, also auf Medikamente, verzichtet werden kann. Durch sie könnte man die Störungen zwar abstellen, allerdings würden sie nur unterdrückt und nicht beseitigt. Ferner ist der längere Gebrauch von Psychopharmaka gesundheitlich bedenklich, da ein sehr hohes und nicht zu unterschätzendes Suchtpotential besteht.

Bei einigen Erkrankungen übernimmt sogar die gesetzliche Krankenkasse die Behandlungskosten. Dies ist beispielsweise bei Phobien, wie der Flugangst oder Angst vor Tieren der Fall. Auch bei Phobien im Bezug auf soziale Kontakte springt die gesetzliche Krankenkasse ein. Bei Beziehungsproblemen hingegen trägt die gesetzliche Krankenkasse nicht die Kosten einer Verhaltenstherapie.

Veröffentlicht am Montag, 15. November 2010 | Autor: kb
Schlagwörter: Krankheit Therapie Verhaltenstherapie Behandlung von Phobien Behandlung von Ängsten Psychopharmaka