Warum Medikamente farbig sind: Tablettenfarben wichtig?

Die Medikamente, ganz gleich ob Tabletten, Kapseln oder Lösungen sind in verschiedenen Farben gehalten. Es gibt rote, weiße, gelbe, blaue oder orange Medikamente oder auch Kombinationen mehrerer dieser Farben. Jedoch warum ist dies so? Warum werden Medikamente eingefärbt?

Zunächst einmal erleichtert die farbige Unterscheidung der Tabletten Senioren die Einnahme. Nicht selten müssen sie unterschiedliche Medikamente zu ganz verschiedenen Tageszeiten einnehmen, sodass sie sich durch die farbige Unterscheidung besser merken können, welche Medikamente sie wann einnehmen müssen.

Zudem ist der Erinnerungswert höher, wenn Medikamente eingefärbt sind. Manche Menschen können sich einfach nicht den Namen seines Medikaments merken, vor allem wenn es sich um freiverkäufliche Medikamente handelt. Sie erinnern sich aber wohl an das Aussehen des Medikaments. Auch wenn ein Arzt herausfinden muss, welche Medikamenten ein Patient eventuell fälschlicherweise eingenommen hat, wird es ihm durch die farbliche Unterscheidung einfacher gemacht.

Des Weiteren haben Forscher herausgefunden, dass sich die Farbe des Medikaments auch auf die Wirksamkeit auswirkt. Für den Placebo-Effekt beispielsweise spielt die Farbe der Medikamente eine sehr wichtige Rolle. Es gibt zahlreiche Studien zu diesem Thema, die z.B. ergaben, dass depressive Patienten besser auf gelbe als auf rote oder grüne Tabletten ansprachen.

Blaue Tabletten werden als beruhigend wahrgenommen und Patienten mit Bluthochdruck fühlten sich bei weißen Tabletten besser. Gerade bei Kindern hilft die Farbe auch davon abzulenken, dass der Hustensaft vielleicht nicht ganz so lecker ist. Ein rosafarbener Hustensaft sieht doch eher aus wie eine süße Soße, als ein Medikament.

Veröffentlicht am Dienstag, 12. April 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Medikamente Hustensaft Tabletten Kapseln farbige Medikamente Placebo-Effekt