Virusinfektion Herpes simplex: gefährlich oder nur unangenehm?
Der Herpesvirus schlummert in ca. fünfzig Prozent der Bevölkerung. Es ist eine der häufigsten Virusinfektionen und die Hälfte der Erwachsenen haben dagegen Antikörper im Blut. Das bedeutet, das sie irgendwann einmal damit infiziert worden sind.
Diese Infektion kann ohne Störungen viele Jahre im Verborgenen bleiben, ohne das es zu Störungen kommt. Auslöser können hohes Fieber, Menstruation, Sonnenbrand oder der Einfluss starker Kälte sein. Durch die oft schwere Erstinfekton kann ein Erwachsener ein Leben lang unter Rückfällen leiden.
Bläschenbildung oder blutende Krusten an und im Mundbereich, aber auch an den Fingernägeln zeigen, außer einer Blutuntersuchung, den Herpesvirus an. Diese unangenehme und vor allen Dingen schmerzhafte Phase kann bis zu 10 Tage andauern. Da sich auch der Herpesvirus auf die Geschlechtsteile ausbreiten kann, wäre dieser für Neugeborene lebensgefährlich. Auch Kinder von sechs Monaten bis zu fünf Jahren sind besonders anfällig für diese Infektion, wenn sie in Kontakt kommen.
Da sich die Symptome durch Brennen, spannende Haut, oderJucken bemerkbar machen, kann von Betroffenen der Kontakt zu Kindern gemieden werden, denn nur die nässenden Bläschen übertragen das Virus. Eine Vorbeugung ist durch Impfstoffe noch nicht möglich, doch einfache Hygienemaßnahmen, wie regelmässig Hände waschen, Mundhygiene und allgemeine Sauberkeit können schon entgegenwirken. Bei Ausbruch der Erkrankung hilft eine vom Arzt verordnete Antivirussalbe. Vaseline oder antibiotische Salben können zwar Linderung verschaffen und die Krustenbildung eindämmen, aber nicht heilen.
Veröffentlicht am Montag, 16. August 2010 | Autor: rl
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