Verschreibt mein Arzt Placebos? Placebo erkennen, aber wie?
Schon in der Bibel steht „der Glaube versetzt Berge“ und so ist es wohl auch mit den sog. Placebos, bei denen es sich um Medikamente ohne Wirkstoff handelt, die aber dennoch eine Heilung hervorrufen können. Enthalten sind in diesen Placebos nur Füllstoffe wie Milchzucker und Stärke. Allerdings sehen Placebos genauso aus wie viele anderen Tabletten, was wahrscheinlich die positive Wirkung auf unterschiedliche Krankheiten nch weiter verstärkt.
Wie genau ein Placebo wirkt, ist bislang nicht bekannt. Es wird vermutet, dass durch den Glauben an das Medikament die Selbstheilungskräfte des Körpers angesprochen werden.
Eingesetzt werden Placebos von Ärzten meist bei leichten oder nicht lebensbedrohlichen Beschwerden. Vor allem dann, wenn die Ursache aller Wahrscheinlichkeit nach psychisch bedingt ist, bietet sich der Einsatz von Placebos an. Des Weiteren wird es eingesetzt, wenn aus medizinischen Gründen ein echtes Medikament nicht geeignet ist.
Dies ist z.B. bei Schlafschwierigkeiten bei älteren Menschen der Fall. Sie verarbeiten Schlafmittel anders als jüngere Menschen, sodass das Risiko von Nebenwirkungen höher ist. Zudem müssen ältere Menschen oftmals viele weitere Medikamente einnehmen, die sich mit einem Schlafmittel nicht vertragen könnten.
Placebos können grundsätzlich bei allen möglichen Krankheiten eingesetzt werden und eine positive Wirkung zeigen. Statistiken zeigen, dass die meisten Placebos eine Wirksamkeit von 20 Prozent haben.
Veröffentlicht am Montag, 24. Januar 2011 | Autor: kb
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