Unterfunktion der Nebenschilddrüse: Hypoparathyroidismus

Die Unterfunktion der Nebenschilddrüse wird in Fachkreisen Hypoparathyroidismus genannt und ist eine Erkrankung, bei der die Nebenschilddrüse das Nebenschilddrüsenhormon Parathormon entweder gar nicht mehr produziert oder eben in einer zu geringen Menge. Eine Unterfunktion der Schilddrüse wird meist durch eine Schilddrüsenoperation herbeigeführt.

Da die Schilddrüse und die Nebenschilddrüsen sehr nah beieinander liegen, kann bereits eine kleine Störung der Gefäßversorgung entstehen. In einigen seltenen Fällen ist auch eine Bestrahlung des Halses oder ein erblich bedingter Schaden für eine Unterfunktion der Nebenschilddrüse verantwortlich.

Durch den Parathormonmangel kommt es zu einem Absinken des Kalziumspiegels, wobei gleichzeitig ein erhöhter Phosphatspiegel im Blut vorliegt. Durch den Kalziummangel aber treten die typischen Symptome einer Nebenschilddrüsenunterfunktion auf.

Dies sind beispielsweise Krämpfe, die überwiegend in der Muskulatur auftreten und wiederum andere typische Symptome zeigen, wie Fehlstellungen der Hände und Füße, Durchfall, erhöhter Harndrang sowie Atemnot. Es kommt immer darauf an, welche Muskeln betroffen sind.

Behandelt wird eine Nebenschilddrüsenunterfunktion durch die vermehrte Gabe von Vitamin D und Kalzium. Wird der Patient sorgfältig auf den Ausgleich des Mangels eingestellt und konsequent behandelt, dann kann man mit einer Nebenschilddrüsenunterfunktion ganz gut leben.

Komplikationen haben sich in der Vergangenheit nur dann ergeben, wenn die Therapie nicht optimal auf den Einzelfall abgestimmt war.

Veröffentlicht am Montag, 23. Mai 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Hormone Vitamine Nebenschilddrüsenunterfunktion Unterfunktion Nebenschilddrüse Hypoparathyroidismus Kalziummangel Kalziumspiegel Schilddrüse