Symptome bei Hirnhautentzündung, Ursache, Behandlung
Gerade im Winter sind die Meldungen von Kindern mit einer Hirnhautentzündung sehr häufig zu hören. Die auch als Meningitis bekannte Infektion ist sehr gefährlich und oftmals nicht von einer „normalen“ Erkältung zu unterscheiden. Umso wichtiger ist es, sich mit den Symptomen und den Behandlungsmöglichkeiten auszukennen.
Die Hirnhautentzündung zeigt sich durch hohes Fieber und Kopfschmerzen, sowie Erbrechen, Nackensteife und Benommenheit. Weitere Beschwerden können eine Lichtempfindlichkeit, Schmerzen in den Armen und Beinen sowie Hauteinblutungen sein. Gerade bei kleineren Kindern, die sich noch nicht richtig ausdrücken können, ist es schwer zu erkennen, ob es sich um eine Erkaltung oder eben die gefährliche Hirnhautentzündung handelt. Daher sollten Eltern darauf achten, ob die Kinder besonders berührungsempfindlich sind und die Nahrung verweigern. Wollen sie auch nicht laufen und haben eine vorgewölbte Fontanelle, liegt meist eine Meningitis vor.
Ausgelöst werden kann die Hirnhautentzündung durch Viren und durch Bakterien. Bei einer Infektion durch Bakterien sind die Folgen allerdings schwerwiegender. Kinder können unter einem Hörverlust oder an Lähmungen erkranken. In ganz schweren Fällen kann es sogar passieren, dass Kinder an der Hirnhautentzündung sterben. Die Regelimpfung sieht einen Schutz gegen den verbreitete Erreger „Haemophilus influenzae B“ vor. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen jedoch Impfungen gegen andere Erreger wie Pneumokokken oder Menigokokken nur dann, wenn bestimmte Vorerkrankungen vorliegen. In Deutschland tritt vor allem der Meningokokken-Typ-B auf, gegen den es gar keine Impfung gibt.
Treten genannte Symptome auf, sollten Eltern das Kind schnell zum Kinderarzt bringen. Durch hochdosierte Antibiotika kann in der Regel schlimmeres verhindert werden.
Veröffentlicht am Montag, 17. Mai 2010 | Autor: kb
Schlagwörter: Impfung Kopfschmerzen Hirnhautentzündung Meningitis Menigokokken Pneumokokken Regelimpfung Fieber Erbrechen
