So entstehen Schmerzen
Die Wahrnehmung von Schmerzen erfolgt durch Schmerzrezeptoren. Je nach ihrer Entstehung unterscheidet man Nervenschmerzen, zentralen Schmerzen und psychosomatische Schmerzen. Bei den Schmerzrezeptoren handelt es sich um freie Nervenendigungen, die auf die unterschiedlichsten Reize reagieren. Diese Reize können z.B. thermischer Natur, also Hitze und Kälte, mechanisch, z.B. durch die Durchtrennung oder durch starken Druck, oder chemisch sein.
In folgender Reigenfolge entstehen Schmerzen: - Die Verletzung des Gewebes bewirkt eine Freisetzung von ATP, Protonen, Sauerstoffradikalen, Kaliumionen und Arachidonsäure. - Das Enzym Cyclooxygenase wird produziert, wodurch die aus den Zellmembranen der geschädigten Zellen Arachidonsäure freigesetzt und in prostaglandin E2 umgewandelt wird - Anschließend setzten die Mastzellen u.a. Histmain frei - Entzündungsmediatoren bewirken eine Erweiterung der Blutgefäße, sodass es zu einem Ödem kommt, wodurch die Leukozyten einfacher in das geschädigte Gewebe eindringen können. - Es kommt zur Entstehung von Fieber
Über besondere Rezeptoren reagieren alle Schmerzmediatoren, sodass es zu einem neurogenen Reflex kommt. Dadurch werden die sog. schlafenden Schmerzrezeptoren angeregt, der Schmerzreiz verstärkt sich und es kommt zu einer Entzündung. Diese strahlt in das umliegende Gebwege, sodass auch das Gewebe, welches sich nicht in direkter Umgebung der Schädigung befindet, schmerzempfindlich wird.
Die Schmerzentstehung ist bei allen Arten von Schmerzen gleich. Auch wenn es sich um Schmerzen handelt, die keine körperliche Ursache haben. Die Schmerzforschung allerdings ist umfangreich und sehr schwer zu durchblicken. Bei vielen Schmerzarten ist bis heute nicht eindeutig geklärt, wie sie überhaupt entstehen. Daher gibt es für eine Vielzahl von Schmerzen bislang keine hilfreichen Therapien.
Veröffentlicht am Donnerstag, 10. März 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Schmerz Schmerzen Schmerztherapie Schmerzrezeptoren Schmerzmediatoren Schmerzforschung
