Sexuell übertragbare Krankheiten mehren sich bei Jugendlichen

Weltweit sind sexuell übertragbare Krankheiten ein sehr großes Problem. Bereits im Jahre 1996 bestätigte ein Report der Weltgesundheitsorganisation, dass sich Schätzungen zufolge jeden Tag mehr als eine Million Menschen mit sexuell übertragbaren Erregern infizieren.

Bis heute hat sich an diesen Zahlen nicht viel verändert. Eher im Gegenteil – die Situation hat sich verschlimmert und die Erkrankten werden immer jünger.

Rund 60 Prozent aller Infektionen treffen Menschen unter 25 Jahren. Statistiken belegen zudem, dass weitaus mehr Mädchen zwischen dem 14. und 19. Lebensjahr unter einer sexuell übertragbaren Krankheit leiden als Jungen. Bekannt sind derzeit mehr als 20 sexuell übertragbare Krankheiten, deren Häufigkeit in den verschiedenen Teilen der Welt sehr unterschiedlich sind.

Das immer mehr junge Menschen eine Geschlechtskrankheit davon tragen, ist vor allem im Wandel des Sexualverhaltens begründet. Auch die Qualität und Zugänglichkeit von Gesundheitseinrichtungen spielen eine wichtige Rolle. Vor allem ist es aber das leichtsinnige Verhalten von Jugendlichen, welches als der bedeutendste Risikofaktor eingestuft wird. Die Jugendlich werden immer jünger, wenn sie ihren ersten Geschlechtsverkehr haben. Über mögliche Risiken jedoch sind sie nur unzureichend aufgeklärt.

Als zweitgrößter Risikofaktor gilt die Nichtbenutzung von Kondomen. Studien ergaben, dass mehr als die Hälfte aller Jugendlichen bei ihrem ersten Geschlechtsverkehr kein Kondom benutzen. Als gefährlich stufen Experten zudem die Experimentierfreudigkeit von Jugendlichen ein. Immer häufiger werden unterschiedliche Arten des Sexualverkehrs ausprobiert, sodass das Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten ansteigt.

Veröffentlicht am Mittwoch, 6. April 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: AIDS Verhütung Kondome Sexualität Geschlechtskrankheiten Geschlechtsverkehr ansteckende Sexualkrankheiten