Schlank sein um jeden Preis: Essstörungen vorprogrammiert!
Schlanksein um jeden Preis – das ist leider das Credo, was vielen Jugendlichen durch die Medien suggeriert wird. Kinder im Teenageralter laufen utopischen Schönheitsvorstellungen hinterher und begreifen meist erst viel zu spät, dass sie damit ihre Gesundheit massiv schädigen. Auch die Eltern bekommen meist nichts von den Schönheitsidealen ihres Nachwuchses mit.
Interessieren sich Jugendliche mehr für ihr Aussehen und das, was auf dem Speiseplan steht, sollten Eltern sehr hellhörig werden. Schlankheitsfanatiker nehmen selten mehr als 1000 kcal täglich zu sich und ernähren sich nur von Obst, Salat und viel Wasser. Das diese Versorgung mit kcal nicht ausreicht, kann sich jeder denken. Kinder und Jugendliche im Wachstum haben einen täglichen Energiebedarf von 2500 kcal (Mädchen) bis rund 3100 kcal (Jungen).
Durch diese einseitige Ernährung fehlt es den Jugendlichen nicht nur an Energie, sondern auch an zahlreichen Nährstoffen. Die Folgen sind gravierend: es kommt zu einem Muskelschwund, die Knochendichte verändert sich negativ und es kommt zu Haarausfall sowie Veränderungen der Haut. Gesund geht anders!
Schönheitsideale, Hungerkuren und Co. sind in den meisten Fällen der Beginn von einer Essstörung. Bulimie und Magersucht sind dabei die am häufigsten auftretenden Krankheiten. Sie können allesamt durch eine psychotherapeutische Behandlung geheilt werden, besser ist es aber, diese Erkrankungen erst gar nicht auftreten zu lassen.
An dieser Stelle sind die Eltern und das Umfeld gefragt, denn der Betroffene selbst, sieht sich nicht als krank an. Eltern sollten die Essgewohnheiten und den Appetit ihres Nachwuchses genau beobachten - auch wenn es durch den Job und andere Verpflichtungen nicht immer leicht ist.
Veröffentlicht am Freitag, 14. Januar 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Magersucht Bulimie Essstörungen Essgewohnheiten Schönheitsideal
