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Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis): Taucht nahezu bei jeder Frau irgendwann mal auf

Von einer Scheidenentzündung, in Fachkreisen auch Kolpitis oder Vaginitis genannt, ist nahezu jede Frau einmal in ihrem Leben betroffen, sodass es sich hierbei um die häufigste Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane handelt.

Immer dann, wenn die Scheide an einem gestörten Schutzmechanismus der Scheidenschleimhaut leidet, tritt eine Scheidenentzündung auf. Des Weiteren kann sie auch durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen werden.

Im Normalfall ist die Scheide einer Frau durch das Scheidenmilieu und einer intakten Schleimhaut geschützt. Der Schutz sogar dann vorhanden, wenn viele Erreger von außen in die Scheide gelangen. Der natürliche Schutzmechanismus kann allerdings gestört sein, was beispielsweise durch eine Behandlung mit Antibiotika, durch einen Östrogenmangel oder eine Erkrankung an Diabetes mellitus der Fall sein kann.

Dann können unterschiedliche Erreger die Scheidenentzündung hervorrufen. Daneben können auch äußere Einflüsse, wie die Benutzung von Tampons dafür verantwortlich sein. Allerdings sind es in den meisten Fällen Bakterien und Pilze, die vor allem durch den Geschlechtsverkehr übertragen werden. Ferner kann auch eine mangelhafte Hygiene die Scheidenentzündung hervorrufen.

Die Scheidenentzündung zeigt sich hauptsächlich durch einen vermehrten Ausfluss. In einigen Fällen kann es auch zu brennenden Schmerzen oder einem Juckreiz in der Scheide kommen. Ein Arzt kann aufgrund der Schleimhautveränderungen die Kolpitis schnell diagnostizieren.

Die Therapie richtet sich nach dem jeweiligen Erreger. Es gibt Salben oder Scheidenzäpfchen, die verschrieben werden. Am wirksamsten haben sich dabei Antibiotika zur Behandlung erwiesen.

Veröffentlicht am Montag, 16. Mai 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Geschlechtsorgane Scheide Scheidenentzündung Scheidenmileu Kolpitis Vaginitis