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Paratyphus: Wie gefährlich ist der abgeschwächte Typhus?

Beim Paratyphus handelt es sich um eine schwächere Form der bekannten Krankheit Typhus. Verantwortlich für diese Infektionskrankheit ist der Erreger „Salmonella paratyphi“, den es als Serotyp A, B oder C gibt. Während die Firmen A und C vor allem in wärmeren Klimazonen verbreitet ist, findet man den Serotyp B auf der ganzen Welt.

Paratyphus ist eine generalisierte Infektion, dies bedeutet, dass der Krankheitserreger über eine Eintrittspforte, wie beispielsweise über eine Hautverletzung in den menschlichen Organismus gelangt. Von dort aus breitet er sich im Körper aus, um sich an anderen Organen anzusiedeln.

Übertragen wird die Erkrankung oral. Meist geschieht dies durch verunreinigte Nahrungsmittel oder durch Trinkwasser. Auch eine Schmierinfektion ist denkbar, denn der Erreger wird mit dem Stuhl vom Erkrankten ausgeschieden. Bei schlechten hygienischen Bedingungen ist die Ansteckung schnell erfolgt. Die Inkubationszeit dieser Erkrankung beträgt ein bis zwei Wochen. Da die Erkrankung sehr ansteckend ist, ist die in Deutschland meldepflichtig.

Das Paratyphus vorliegt kann nur über eine Blutkultur nachgewiesen werden. Die Symptome sind ähnlich wie beim Typhus und so kommt es auch bei dieser Infektionskrankheit zu Mattigkeit und Kopfschmerzen, zu einem charakteristischen Hautausschlag im Bereich der Brust und dem Bauch. Begleitet werden diese Beschwerden von einem ansteigenden Fieber.

Nach rund einer Woche leiden Betroffene an einem sehr hohen Fieber (40 bis 41 Grad) und das manchmal über mehrere Wochen hinweg. Das Fieber sinkt nur ganz langsam wieder. Im Laufe der Erkrankung kann es zu Komplikationen, wie Bewusstseinsstörungen, Milzschwellung und Durchfall sowie Darmdurchbrüchen, Haarausfall, Knocheneiterungen und einer Hirnhautentzündung kommen.

Behandelt wird Paratyphus mit Antibiotika, die mindestens zwei Wochen lang eingenommen werden müssen. Im Laufe der Erkrankung wird immer wieder eine Stuhlprobe auf Salmonellen untersucht.

Veröffentlicht am Montag, 11. April 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Infektionskrankheit Antibiotika Fieber Paratyphus Typhus Salmonellen Behandlung Typhus