Pankreastumor – Tumore der Bauchspeicheldrüse
Bei Pankreastumoren handelt es sich um Tumore der Bauchspeicheldrüse. In der Bauchspeicheldrüse sind exokrine Drüsenzellen enthalten, deren Verdauungssekret über die Ausführungsgänge in den Zwölffingerdarm übergehen. Des Weiteren enthält die Bauchspeicheldrüse endokrines Gewebe, durch dessen Zellen Hormone produziert werden. Diese werden dann an das Blut abgeben.
Beide Gewebsarten können Tumore entwickeln. Rund 98 Prozent der Pankreastumoren entstehen aus dem exokrinen Organ, der Rest sind bösartige Karzinome.
Das ein Pankreastumor vorliegen könnte ist wahrscheinlich, wenn es zu einer stets zunehmenden aber schmerzlosen Gelbsucht kommt. Auch ein starker Gewichtsverlust und Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen, können auftreten.
Durch ein sog. bildgebendes Verfahren (z.B. Ultraschalluntersuchungen) können Auftreibungen der Bauchspeicheldrüse gefunden werden. In den meisten Fällen liegen dann aber nur einfache Zysten oder Pseudozysten nach einer Entzündung, vor. Diese verursachen nur in wenigen Fällen Symptome und müssen auch meist nicht behandelt werden. Bei rund 30 Prozent der durch diese Verfahren gefundenen Raumforderungen in der Bauchspeicheldrüse handelt es sich um sog. echte Neoplasmen, worunter man in Fachkreisen Gewebsneubildungen versteht.
Welche Ursachen genau hinter dem Pankreastumor stecken, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Man weiß allerdings, dass es ein erhöhtes Erkrankungsrisiko gibt, wenn ein Patient über viele Jahre hinweg erhöht Alkohol konsumiert hat. Auch eine fettreiche Ernährung, die in einer Fettleibigkeit endet, kann für den Bauchspeicheldrüsenkrebs verantwortlich sein. Des Weiteren führen Nikotinsucht, Diabetes mellitus sowie zystische Veränderungen und chemische Kanzerogene zum Pankreastumor.
In den meisten Fällen wird der Pankreastumor mit einer Operation behandelt, durch die eine Ausbreitung des Tumors vermieden werden kann. Des Weiteren werden oftmals auch sog. Palliativoperationen durchgeführt, durch die die Symptome gelindert werden. Hierbei wird eine Verbindung zwischen dem Gallengang und dem Darm geschaffen, da so die Galle aus der Leber abgeleitet werden kann.
Lindernd wirkt es sich auch aus, wenn ein Stent, bei dem es sich um ein stützendes Röhrchen handelt, in den Gallengang eingeführt wird. Dadurch wird der gestaute Gallengang wieder durchgängig. Handelt es sich um Tumore, die nicht entfernt werden können, ist die Chemotherapie eine gängige Methode.
Veröffentlicht am Donnerstag, 28. April 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Tumor Karzinom Pankreas Bauchspeicheldrüsenkrebs Pankreastumor Therapie Pankreastumor Stent Palliativoperationen
