Orientierungsstörungen im Alter
Bei älteren Menschen kommt es sehr häufig zu Orientierungsstörungen, die ihre Ursache in zahlreichen körperlich bedingten Erkrankungen haben. Aber auch als psychische Störung kann eine Orientierungsstörung im Alter vorliegen.
Die Orientierungsstörungen zeige sich daran, dass der Betroffene zwar wach ist, sich aber keinen Überblick über die Situation verschaffen kann, in der er sich gerade befindet. Meist wird dieser Zustand davon begleitet, dass der Betroffene nicht weit welcher Tag ist oder keine Vorstellung hat, welches Tageszeit gerade herrscht. Des Weiteren kann sich eine Orientierungsstörung im Alter dadurch zeigen, dass Betroffene Personen, die zu ihrem täglichen Umfeld gehören, nicht mehr zuordnen können.
Eine erfolgversprechende Therapie gibt es für Orientierungsstörungen nicht. Es gibt allerdings ein sog. Realitätsorientierungstraining, mit dem Betroffenen zumindest ein wenig geholfen werden kann. In diesem Training geht es in erster Linie darum, Tagszeiten wieder neu zu erlernen, was z.B. durch die Zuordnung bestimmter Handlungen erfolgt. Auch das erfassen der Situation kann neu erlernt werden, z.B. durch gedankliche Spaziergänge durch die Umgebung, in der sich der Betroffene befindet.
Eine weitere Methode im Rahmen dieses Trainings ist die eigene Person beschreiben zu können. Durch das immer wiederkehrende Training ist des Betroffenen möglich, Dinge des Alltags wieder neu zu erlernen, sich zu erinnern und sich dann wieder weitestgehend allein zurecht zu finden.
Veröffentlicht am Montag, 21. Februar 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Alter Alterskrankheit Bewusstsein Orientierungsstörungen Realitätsorientierungstraining Denksport Degeneration Orientierung
