Mittelohrentzündung (Otitis media)
Die Mittelohrentzündung wird in Fachkreisen Otitis media genannt. Sie ist eine akute Erkrankung des Ohrs. Ausgelöst wird diese Erkrankung, die am häufigsten bei Kindern im Säuglings- und Kleinkindalter auftritt, meist durch Bakterien. Es ist aber auch eine Infektion durch Viren möglich.
Auch eine Erkältung kann der Auslöser sein, denn aus dem Nasen-Rachen-Raum können Krankheitserreger über die Ohrtrompete ins Mittelohr aufsteigen. In den meisten Fällen ist eine Mittelohrentzündung dafür verantwortlich, dass Kleinkinder unter Ohrenschmerzen leiden.
Die Mittelohrentzündung zeigt sich durch Ohrenschmerzen, eine Verminderung der Hörfähigkeit und Fieber. Hinzu kommt ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Müdigkeit und Schlappheit. Im weiteren Verlauf einer Mittelohrentzündung kann es zu einem einreißen des Trommelfells kommen. In der Folge kommt es zu einem plötzlichen Nachlassen der Schmerzen, da sich der Eiter über den Gehörgang entleert.
Die Entzündung kann sich in den angrenzenden Knochen ausbreiten, sodass eine sog. Mastoiditis entstehen kann. In diesem Fall wird meist die entzündeten Stellen durch eine Operation aus dem Knochen entfernt wird. Eine Folge kann auch eine chronische Mittelohrentzündung sein.
Behandelt werden Mittelohrentzündungen in der Regel durch Antibiotika. Daneben werden abschwellende Nasentropfen, Schmerzmittel und eine Wärmezufuhr direkt am Ohr. Letzteres kann z.B. durch Rotlicht erfolgen. Meist sind die Beschwerden dann innerhalb weniger Tage verschwunden bzw. merklich gemildert.
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. April 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Gehör Ohr Mittelohrentzündung Otitis media Behandlung Mittelohrentzündung Ohrenschmerzen Mastoiditis Sinnesorgane
