Leberzirrhose: Leber geschädigt - warum, und was tun?
Die Leberzirrhose ist keine Krankheit an sich, denn hierbei handelt es sich um einen Oberbegriff für zahlreiche Lebererkrankungen. Diese haben aber eines gemeinsam: sie sind bereits in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium oder sogar im Endstadium. Aufgrund einer Schädigung der Leber und deren umliegendes Gewebe, verhärtet die Leber im Laufe der Zeit, sie vernarbt und schrumpft. Daher ist in diesen Fällen auch von einer Schrumpfleber die Rede. Dieser Zustand kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Die Ursachen für eine Leberzirrhose sind sehr unterschiedlich. In mehr als der Hälfte aller Fällen ist der übermäßige Alkoholkonsum schuld daran. Aber auch Entzündungen der Leber, die durch Viren ausgelöst wurden, können eine Ursache sein. Oftmals sind es Entzündungen wie Hepatitis B, C oder D. Selten tritt die Leberzirrhose aufgrund einer erblichen Stoffwechselerkrankung auf.
Ebenso unterschiedlich wie die Ursachen sind die Symptome einer Leberzirrhose. Zunächst kommt es zu sog. Allgemeinsymptomen, wie einer Verminderung der Leistungsfähigkeit, einer Konzentrationsschwäche und zu übermäßiger Müdigkeit. Zudem verspüren die Betroffenen in der Regel ein Druckgefühl oberhalb des Bauchnabels. In manchen Fällen treten zusätzlich sog. Leberhautzeichen auf. Sie zeigen sich durch punktförmige, rote Gefäßknötchen, rot gefärbte Daumen- und Kleinfingerballen und knallrote, glänzende Lippen, was als Lacklippe bezeichnet wird. Es kann auch zu einer knallroten und glänzenden Zunge kommen, was entsprechend Lackzunge genannt wird. Ein ganz deutliches Zeichen dafür, dass die Leber nicht mehr ausreichend funktioniert ist eine gelbliche Verfärbung des Weiß in den Augen sowie der Haut (Gelbsucht).
Die Behandlung der Leberzirrhose zielt zunächst darauf ab, auf Substanzen, die die Leber schädigen zu verzichten. Hinzu kommen Therapien, die sich jeweils an der genauen Ursache der Leberzirrhose richtigen. In den Meisten Fällen wird die Leberfunktion durch die Veränderungen so stark eingeschränkt, dass es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen kann. In ganz schweren Fällen kann nur eine Lebertransplantation das Leben retten.
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. März 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Alkoholismus innere Organe Leberzirrhose Lebertransplantation Therapie Leberzirrhose Gelbsucht Fehlfunktion Leber Organ Hepaptitis
