Krebs - Grundwissen der Erkrankung
Der Begriff „Krebs“ bezeichnet in unserem Sprachgebrauch alle Arten bösartiger Tumore (maligner Tumore) und bösartiger Gewebeneubildung (Neoplasie). Diese beiden Formen können jede Region und jeden Bestandteil des Körpers betreffen. Die Verteilung der auftretenden Krebsarten hängt sehr von den Lebensumständen (Alter, geografische Zuordnung, Nahrungsaufnahme, Geschlecht) der betreffenden Person ab. Die häufigsten Krebsarten in Deutschland sind Prostata, Dickdarm, Lunge und Brustdrüse. Krebserkrankungen sind neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in diesem Land.
Krebs entsteht durch Fehler im Zellbildungsprozess. Dabei gibt es zwei Gründe: entweder einen so genannten Kopierfehler bei der Zellteilung oder durch eine angeborene oder durch Umwelteinflüsse hervorgerufene Mutation der Körpergene. Der zweite Grund führt nicht zwangsläufig zur Krebserkrankung – es besteht lediglich eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch an Krebs erkranken wird. Grundsätzlich gilt, dass es vor einer Krebserkrankung eine Störung zwischen dem Wachstum und der Teilung einer Zelle und dem Tod der Zelle gibt. Durch diese Störung erkennt das Immunsystem des Körpers nicht, welche Zellen sich entartet verhalten und sich unkontrolliert teilen. Besonders bedrohlich wird eine Krebserkrankung, wenn der Ursprungsherd streut (Metastasen bildet). So sterben 90% der Krebstoten nicht am Ausgangskrebs, sondern an den Metastasen.
In der Medizin gilt ein Patient als geheilt, wenn fünf Jahre lang kein Rückfall erfolgt. Diese Feststellung hat keine Auswirkung darauf, dass dieser Mensch niemals wieder an Krebs erkranken wird.
Veröffentlicht am Dienstag, 2. Februar 2010 | Autor: mk
Schlagwörter: Immunsystem Tumor Gewebeneubildung Lebensumstände Zellteilung Heilung
