Krankheit Tuberkulose wieder auf dem Vormarsch?

In der Hoffnung, die Tuberkulose besiegt zu haben, treten immer wieder Fälle dieser Erkrankung auf. Bei dieser Infektionskrankheit, auch Schwindsucht genannt, bilden sich Knötchen, die sogenannten Tuberkel und zerstören das Körpergewebe. Außer der Lungentuberkulose, der am häufigsten vorkommenden Infektion, können auch die Lymphdrüsen und Hirnmembrane betroffen werden.

Die anfänglichen Symptome werden meist verharmlost, da es sich im allgemeinen um ein Krankheitsgefühl mit Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und gelegentliches Fieber handelt. Erst ständiger Husten mit Auswurf, Brustbeschwerden und Blut im Speichel, sowie Kurzatmigkeit lassen den Patienten zum Arzt gehen.

Tuberkulose wird auf zwei Arten übertragen. Bei der menschlichen Tuberkulose erfolgt diese wie bei allen Infektionskrankheiten über die Tröpfcheninfektion. Bei der Rindertuberkulose werden die Erreger über die Milch von infizierten Kühen aufgenommen. Durch die hohen Standarts in der Landwirtschaft tritt diese allerdings nur noch sehr selten auf.

Erkennbar ist Tuberkulose vom Arzt auch nur dann, wenn er Speichel- und Urinproben im Labor untersuchen läßt und eine Röntgenuntersuchung vornimmt. Eine Impfung kann vorbeugend wirken, doch durch Kontakt mit Erkrankten kann es passieren, daß diese Immunität wieder aufgehoben wird.

Wird die Tuberkulose schnell erkannt, ist sie mit Medikamenten gut behandelbar. Im Gegensatz zur Nachkriegszeit, als diese Krankheit durch Nahrungsmangel sehr weit verbreitet war, ist heute eine Unterbringung in Sanatorien nur in Aussnahmefällen notwendig.

Veröffentlicht am Montag, 31. Mai 2010 | Autor: rl
Schlagwörter: Tuberkulose Krankheit Heilung Arzt Infektionen Übertragung Behandlung