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Infektionskrankheit Leptospirose: Menschen wie auch Tiere können betroffen sein

Bei der Leptospirose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, von der Menschen wie auch Tiere betroffen sein können. Als Erreger gilt das Bakterium Leptospira interrogans, dass zu den Bakterien gehört, dass in warmblütigen Tieren zu finden ist.

Dies ist vor allem bei Ratten und Mäusen, Schweinen und Hunden sowie bei Katze, Pferden, Schafen und Ziegen sowie Rindern der Fall. Über den Urin scheiden die Tiere das Bakterium aus, dass so in den Boden gelangt und über Wasser oder kleinere Verletzungen der Haut dann in den Menschen.

Ferner kann das Bakterium auch über gesunde Schleimhäute in den menschlichen Körper gelangen. Ausgeschlossen ist allerdings eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Zudem sterben die Leptospiren in einer kalten, trocknen oder sauren Umgebung schnell ab.

Jedes Jahr infizieren sich rund 50 Deutsche an dieser Krankheit, was vor allem bei Berufsgruppen der Fall ist, die engeren Kontakt mit dem Erreger haben können, wie beispielsweise Feld- und Abwasserarbeiter, Personal in Laboren oder Tierwärter sowie Fleischer und Tierärzte. Betroffen sein können zudem auch Wassersportler.

Nach dem Ablauf der fünf bis 14-tägigen Inkubationszeit kommt es zu sehr hohem Fieber mit Schüttelfrost sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Daneben entzünden sich die Augenbindehäute und es kommt zu einem starken Schmerz in der Wade. Ist die erste Krankheitsphase überstanden kommt es zur Gelbsucht, einem Nachlassen der Produktion von Urin, zu Gehirnhautentzündungen, Störungen der Blutgerinnung und zu Störungen des Magen-Darm-Traktes und der Atemwege.

Anhand der Krankheitssymptome und durch eine Blutuntersuchung kann die Erkrankung festgestellt werden. Behandelt wird die Leptospirose mit hochdosiertem Penicillin G. Alternativ ist auch eine Behandlung mit Tetracyclinen oder Erythromycin erfolgversprechend. Die Erreger können durch diese Antibiotika wirksam abgetötet werden. Sollte allerdings noch andere Organe befallen sein, kommen weitere Behandlungen, je nach Symptomen, in Frage.

Man kann der Infektionskrankheit allerdings vorbeugen, indem Maßnahmen getroffen werden mit denen Ratten und Mäuse bekämpft werden. Auch das Tragen von entsprechender Schutzkleidung sollte selbstverständlich sein. Gefährdete Personengruppen können sich zudem durch eine Impfung schützen.

Veröffentlicht am Dienstag, 17. Mai 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Infektionskrankheit Infektion Leptospirose Bakterium Leptospira interrogans Therapie Leptospirose