Helicobacter pylori: Bakterien im Magen

Der Magenkeim Helicobacter pylori (HP) kann verschiedene Gesundheitsprobleme hervorrufen. Dieser Keim ist spiralförmig und sehr hartnäckig. Die Erreger des Helicobacter pyloris tragen wird in uns. Das heißt nicht, dass es immer zur Infektion kommen muss. Bemerkbar macht sich die Infektion durch Magenbeschwerden, Darmbeschwerden oder Schmerzen im Bereich des Brustkorbes.

Zusätzliche Symptome wie Fieber, Schweißausbrüche und Unwohlsein machen sich oftmals bemerkbar in Verbindung mit dieser Infektion.

Die Hauptmerkmale sind vermehrte Magensäureproduktion mit Gastritis, Zwölffingerdarmgeschwür oder sogar Magengeschwür. Wird der HP frühzeitig erkannt, so kann dieser in den meisten Fällen ohne schlimmere Folgen, beseitigt werden. In der Regel werden zwei verschiedene Antibiotika und ein Protonenpumpenhemmer in Form einer sogenannten „Triple-Therapie“ verordnet. 90% aller Fälle sind nach der Medikation H P frei. Es gibt jedoch Ausnahmen wo die Therapie nicht anschlägt und man eine 2. Oder 3. Therapie ansetzt. Der H P kann gegen das Antibiotikum resistent sein. Vermieden werden kann diese Resistenz, wenn der Magenspezialist bei Erkennung des H P, durch eine Magenspiegelung, eine Kultur des Bakteriums anlegt und eine Resistenztestung durchführt. Damit steht einer erfolgreichen Eradikation nichts mehr im Wege.

In seltenen Fällen bleibt eine dauerhafte Gastritis Typ B bestehen. Diese chronische Magenschleimhautentzündung kann mit Protonenpumpenhemmer behandelt werden. Nexium, Pantozol oder Omeprazol gehören zur Gruppe der Säureblocker.

Veröffentlicht am Dienstag, 11. Mai 2010 | Autor: ds
Schlagwörter: Gesundheit Helicobacter Magen Baktieren Darm Schmerzen