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Gedächtnisstörungen im Alter: Nicht gleich Alzheimer befürchten!

Im Alter treten bei sehr vielen Menschen Gedächtnisstörungen auf, wobei es nicht gleich automatisch schlecht sein muss, wenn man Dinge wieder vergisst. Das Gegenteil ist der Fall, denn das Gedächtnis kann nur dann gut arbeiten, wenn es einige Informationen löscht um andere aufzunehmen. Das Gedächtnis säubert sich praktisch selbst, denn überflüssige Informationen stören das Gedächtnis für die Dinge, die der Mensch sich merken möchte.

Bereits junge Menschen zeigen völlig unterschiedliche Gedächtnisleistungen, denn während sich die einen nahezu alles merken und bei Bedarf abrufen können, haben die anderen ein eher schlechtes Gedächtnis. Teilweise ist dies in den Genen begründet, andererseits hat es der Mensch selbst in der Hand, denn ein gutes Gedächtnis kann trainiert werden. Dies ist auch die beste Methode, um im Alter ein funktionierendes Gedächtnis zu haben.

Daher ist es wichtig, das Gedächtnis immer wieder zu füttern. Das Gedächtnis verschlechtert sich automatisch, wenn man aufhört sich Dinge zu merken. Bestes Beispiel sind dabei Telefonnummern, die heute meist gespeichert aber nicht mehr auswendig gelernt werden. Doch die allgemeine Vergesslichkeit aufgrund von Bequemlichkeit, ist noch lange keine Gedächtnisstörung. Davon ist erst dann die Rede, wenn die Gedächtnisleistungen umfassender Nachlassen, man also regelmäßig Arzttermine vergisst, Gegenstände nicht wiederfindet, nicht auf wichtige Schreiben reagiert oder immer wieder Namen vergisst.

Forschungen haben ergeben, dass bei älteren Menschen eine Gedächtnisstörung organische oder psychische Gründe hat. Ab dem 60. Lebensjahr werden die Depressionen häufiger, was auch das Gedächtnis in Mitleidenschaft zieht. Zu den organischen Gründe gehört in erster Linie die Demenz.

Veröffentlicht am Freitag, 1. Juli 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Demenz Gehirn Alzheimer Alterskrankheiten Gedächtnis Gedächtnisstörung Gedächtnisleistung