Fragiles-X-Syndrom (Martin-Bell-Syndrom) v.a. bei Männern
Das fragile-X-Syndrom wird auch Martin-Bell-Syndrom genannt und ist eine genetisch bedingte Entwicklungsstörung des Geistes, von dem in erster Linie Männer betroffen sind. Diese geistige Entwicklungsstörung ist bei Frauen in einer wesentlich schwächeren Form oder gar nicht anzutreffen.
Das Fragile-X-Syndrom ist in einer Mutation eines Gens (Gen FMR1) begründet. Diese Veränderung zeigt sich in unterschiedlichen Störungen der geistigen Tätigkeit, die von Lernschwächen bis hin zu einer starken geistigen Behinderung reichen. Tritt dieser Defekt im Kindesalter in Erscheinung, leiden die Betroffenen und Sprachstörungen und legen ein hyperaktives Verhalten an den Tag. Wird das betroffene Kind dann älter, zeigt sich das Martin-Bell-Syndrom auch durch körperliche Veränderungen, wie z.B. durch ein langes Gesicht, ein großes Kinn, große und abstehende Ohren und große Hoden.
Festgestellt werden kann das Fragile-X-Syndrom durch eine DNA-Analyse, sofern bestimmte Merkmale vorliegen, die auf diese Erkrankung schließen lassen. Bereits während der Schwangerschaft kann eine solche Analyse im Mutterleib erfolgen. Diese Gendefekt ist heute einer der häufigsten Gründe für eine geistige Behinderung.
Heilbar ist diese leider Erkrankung nicht und es gibt auch keine spezielle Therapie. Mithilfe der Logopädie und Ergotherapie kann der Betroffene allerdings gut in seiner Entwicklung gefördert werden.
Veröffentlicht am Montag, 7. März 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Psyche Fragiles-X-Syndrom FMR1 Martin Bell Martin Bell Syndrom Logopädie Ergotherapie
