Fleckfieber, Läusefieber, Faulfieber: eine Infektion durch Mikroorganismen mit Folgen
Das Fleckfieber ist auch unter Begriffen wie „Läusefieber“, „Läusefleckfieber“ oder „Faulfieber“ bekannt. Hierbei handelt es sich um eine Infektion, die durch Mikroorganismen hervorgerufen wird. Die Mikroorganismen der Gattung Rickettsia prowazekii werden durch Läuse, Milben sowie über Zecken und Flöhe übertragen. Fleckfieber ist in Deutschland einer Erkrankung, die nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldet werden muss.
Die Inkubationszeit des Fleckfiebers beträgt gute 14 Tage. In den meisten Fällen kommt es an der Stichstelle zu einem starken Juckreiz, der von einer blauschwarzen Färbung begleitet wird. In der Folge kommt es zu sehr hohem Fieber und das Gesicht wirkt aufgedunsen und rot. Meist kommen noch Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost hinzu. Sollte das Gehirn von der Infektion betroffen sein, kommt es nicht selten auch zu sehr starken Bewusstseinsstörungen.
In erster Linie ist das Fleckfiber in den Subtropen und Tropen zu finden. Sodass sich die meisten deutschen Patienten im Urlaub damit infiziert haben. Fleckfieber kann sehr gut behandelt werden. In Frage kommen dabei Doxycyclin und bei starken Erkrankungen Tetrazykline. Da bis auf den Juckreiz und der Verfärbung der Stichzone die Symptome des Fleckfiebers einer Erkältung sehr ähnlich sind, entdecken die meisten Menschen nicht sofort, dass sie an Fleckfieber erkrankt sind.
Tritt aber nach einem Urlaub in den Tropen eine solche „Erkältungserscheinung“ auf, muss immer mit Fleckfieber gerechnet werden. Es ist empfehlenswert einen Arzt zur Diagnose aufzusuchen. Zudem ist eine vorsorgende Impfung gegen Fleckfieber möglich.
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Januar 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Impfung Hygiene Infektion Fleckfieber Läusefieber Läusefleckfieber Faulfieber Rickettsia prowazekii
