Ernährungslehre nach Mazdaznan: Kein Fleisch, aber Vollkorn und Gemüse
Bei der Ernährungslehre nach Mazdaznan handelt es sich um einen Teilbereich der religiösen Lehre Mazdaznan, die auf dem reformierten Zarathustrimus basiert. Eingeführt wurde die Lehre von Ooman Zar-Adusht Ha’nish, der nach eignen Aussagen am 19. Dezember 1844 in Teheran geboren wurde. Er starb am 29. Februar 1936 in L.A.
Mazdaznan ist eine Mischreligion mit zarathustrischen, christlichen und einigen hinduistischen Einflüssen. In diesem Zusammenhang ist auch immer wieder von einem Sonnenkult die Rede. Unter anderem sieht das Mazdaznan eine besondere Ernäherungslehre vor, deren Anhänger reine Vegetarier sind.
Seit 1908 gibt es eine deutschsprachige Ausgabe der Ernährungslehre. Nach den Regeln des Mazdaznan gilt ein üppiges Essen und Genusssucht als ein großes Übel. Durch das übermäßige Essen soll es zu körperlichen und geistigen Störungen, zu Überheblichkeit, Klassendenken und Kulturverfall kommen.
Die Ernährung nach Mazdaznan besteht in erster Linie aus Vollkorn, wobei beim Backen von Brot keine Hefe zum Einsatz kommen soll. Auf dem Speiseplan der Anhänger stehen vor allem frische Lebensmittel. Gemüse darf höchstens gedünstet oder gebraten, aber nicht gekocht werden.
Dabei sieht das Mazdaznan nur die Pflanzen als Gemüse an, bei denen ein Zeitraum von 14 Monaten zwischen der Aussaat und der Ernte liegen. Der Mazdaznan ist Vegetarier und verabscheut daher auch tierische Öle und Fleisch. Tierische Produkte sind allerdings erlaubt.
Veröffentlicht am Dienstag, 21. Dezember 2010 | Autor: kb
Schlagwörter: Ernährung Vegetarier Ernährungslehre Ernäherungslehre Mazdaznan Mazdaznan Zarathustrimus Sonnenkult
