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Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft: starke Unterbauchschmerzen und Blutungen

Bei der Eileiterschwangerschaft handelt es sich wie auch bei der Bauchhöhlenschwangerschaft um eine „extrauterine Schwangerschaft“, bei der sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter einnistet, sondern im Eileiter. Die Eileiterschwangerschaft gilt als die am häufigsten auftretende extrauterine Schwangerschaft.

Das Ei kann sich aber nicht nur fälschlicherweise im Eileiter einnisten, sondern auch in den Eierstöcken, dem Gebärmutterhals oder der Bauchhöhle. Eine Bauchhöhlenschwangerschaft ist die seltenste Form. Zur Eileiterschwangerschaft kommt es, wenn sich das befruchtete Ei auf seinem normalen Weg in die Gebärmutter bereits in der Schleimhaut des Eileiters einnistet.

In der ersten Phase der Schwangerschaft entwickelt sich der Embryo meist auch außerhalb der Gebärmutter ganz normal. Allerdings stirbt es in der Regel in den ersten drei Monaten ab, da es von den Eileitern nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann. Dann gehören sehr starke Unterbauchschmerzen und Blutungen zu den typischen Beschwerden. Bei einer bestehenden Eileiterschwangerschaft ist ein Schwangerschaftstest positiv. Aber erst durch eine Ultraschalluntersuchung kann die Eileiterschwangerschaft diagnostiziert werden.

Behandelt wird die Eileiterschwangerschaft durch eine Bauchspiegelung, bei der die Embryoanlage entfernt wird. Des Weiteren kann es auch in einem fortgeschrittenen Stadium zu einem natürlichen Abbruch der Schwangerschaft kommen.

Wie häufig eine Eileiterschwangerschaft vorkommt kann gar nicht gesagt werden. Es ist nicht selten, dass ein Absterben des Embryos gar nicht bemerkt wird. Schätzungen zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit einer Eileiterschwangerschaft im Vergleich zu normalen Schwangerschaften bei ein bis zwei Prozent.

Veröffentlicht am Dienstag, 19. April 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Schwangerschaft Eileiterschwangerschaft Bauchhöhlenschwangerschaft Bauchspiegelung Gebärmutterhalsschwangerschaft