Dreimonatskoliken: wenn der Nachwuchs ein Schreibaby ist
Sehr viele Kinder, die gerade erst einige Wochen alt sind, werden als sog. Schreibabys bezeichnet, da sie anscheinend unaufhörlich weinen und die frisch gebackenen Eltern an ihre Grenzen bringen. Das ein Baby viel schreit, kann unterschiedliche Ursachen haben. In einem solchen Fall ist in Fachkreisen die Rede von Dreimonatskoliken.
Hierbei handelt es sich um sehr heftige und anscheinend unstillbare Schreiattacken bei Säuglingen, die sonst gesunden Säuglingen sind. Sie treten, wie der Name bereits vermuten lässt, meist in den ersten drei Lebensmonaten auf. Die Problematik bei dieser Erkrankung ist, dass ein Grund für das Schreien nicht zu erkennen ist. Eltern ist bemüht ihr Kind zu verstehen und zu beruhigen, dennoch helfen die gewohnten Methoden, wie Füttern, Schaukeln und Streicheln nicht.
Eine Dreimonatskolik beginnt in der Regel mit Schreiattacken, die rund eine halbe Stunde andauern und meist nach einer Mahlzeit auftreten. Bei einer solchen Schreiattacke ist der Bauch des Babys oftmals geschwollen und gespannt. Welche Ursachen für eine Dreimonatskolik verantwortlich sind, ist nicht eindeutig geklärt. Es können psychische wie auch körperliche Faktoren ein Grund sein. Für eine eindeutige Diagnose ist es sehr wichtig, eine körperliche Untersuchung durch einen Kinderarzt durchführen zu lassen. Dabei sind viele verschiedene Tests, Videoaufnahmen oder Blutuntersuchungen hilfreich. Die möglichen Therapien richten sich dann nach der Ursache, die der Arzt ausmachen kann.
In den meisten Fällen ist bei einem Säugling keine körperliche Ursachen für die Dreimonatskoliken feststellbar. Daher ist die erfolgversprechendste Methode, dass Baby ruhig hin und her zu schaukeln, ihm etwas vorzusingen oder ihm beruhigende Musik vorzuspielen. Alles was entspannend wirkt, hilft dem Säugling. Des Weiteren sollten Eltern den Bauch ihres Baby im Uhrzeigersinn massieren, da die Schreiattacken oftmals mit starken Blähungen und Bauchschmerzen verbunden sind. Ferner sollte das Baby eine nicht allergieauslösende, eine sog. hypoallergene Nahrung bekommen. So kann der kindliche Organismus weitestgehend geschont werden.
Veröffentlicht am Donnerstag, 6. Januar 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Schwangerschaft Baby Kind Schreibabys Hilfe Schreibaby hypoallergene Nahrung Dreimonatskoliken Koliken Säugling
