Die Spagyrik - die pharmazeutische und therapeutische Umsetzung der Alchemie

Bei der Spagyrik handelt es sich um die pharmazeutische und therapeutische Umsetzung der Alchemie, bei der pflanzliche, tierische und mineralische Substanzen durch chemische Verfahren zu Spagyrika verarbeitet werden. Kurzum: unter der Spagyrik versteht man die Herstellung von Arzneimitteln unter Verwendung von natürlichen Substanzen.

Die Destillation ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Arzneimittelherstellung, die vor allem bei Heilpraktikern zum Einsatz kommt. Hierbei wird z.B. aus den unterschiedlichsten Pflanzen eine Tinktur hergestellt, die bei den verschiedensten Krankheiten Abhilfe und Linderung bringen soll. Unter der Spagyrik versteht man heute aber auch verschiedene Heilsysteme.

Grundsätzlich dient die Spagyrik dazu, die „Lebenskraft“, die in jedem Menschen steckt, positiv zu beeinflussen. Es geht primär darum, die Selbstheilungskräfte den Menschen zu aktivieren. Die Basis bilden dabei die Thesen der antiken Naturphilosophie, wie beispielsweise die Elementenlehre, die Signaturenlehre und die Humoralpathologie.

Bei einer Erkrankung stellt ein Heilpraktiker eine individuelle Medizin durch die Spagyrik für den Patienten her. Individuell ist die Medikamente, da in der Naturheilkunde der Mensch immer als Individuum angesehen wird.

Bislang sind die Ergebnisse der Spagyrik nicht wissenschaftlich belegt. Es gibt keine Beweise für die Wirksamkeit, die über den bekannten Placeboeffekt hinausgehen. Auch die Stiftung Warentest konnte keine Beweise dafür finden, dass sich die Spagyrik als therapeutisch positiv gezeigt hat. Doch dies ist bei vielen naturheilkundlichen Verfahren der Fall. Immer mehr Menschen setzen heute auf die Heilkräfte aus der Natur.

Veröffentlicht am Dienstag, 3. Mai 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Naturheilmittel Naturheilkunde Placeboeffekt Alternativmedizin Spahyrik Humoralpathologie Signaturenlehre Elementenlehre Herstellung Medizin Naturheilkunde