Die Psychopathologie: Psychische Erkrankungen verstehen - eine Wissenschaft für sich

Psychopathologie ist griechisch und bedeutet soviel wie die Lehre von den psychischen Erkrankungen. Sie ist ein Bereich der Psychiatrie und richtet ihr Hauptaugenmerk auf die möglichen Veränderungen des Gefühls- und Seelenlebens von Menschen. Bei der Psychopathologie handelt es sich um eine Nebenfachausbildung für Psychotherapeuten. Sie stellte eine Spezialisierung dar.

In der Psychopathologie soll in erster Linie die Frage geklärt werden, was psychisch krank überhaupt ist. Dies zeigt sich bei jedem Menschen, der verhaltensauffällig ist, etwas anders. Nicht jeder, der eine andere Reaktion auf eine Situation zeigt, die als „nicht normal“ empfunden wird, ist gleich krank oder psychisch gestört. Gleichzeitig muss die Frage geklärt werden, „was ist normal?“

Es gibt bestimmte Verhaltensmuster und Reaktionen, die darauf schließen lassen, dass ein Mensch an einer psychischen Störung handelt. Die Psychotherapie beschäftigt sich daher mit der Erforschung der Leidens- und Krankengeschichte des Betroffenen um die eigentliche Frage „liegt eine psychische Störung vor oder nicht“ klären zu können. Anhand weiterer Erkundungen möglicher Symptome, die auch körperlicher Natur sein können, wird dann eine Diagnose gestellt.

Die Diagnose ist der ausschlaggebende Punkt, denn sie bildet die Basis für eine anschließende Therapie. Da es bei einer psychischen Störung oder Verhaltensauffälligkeit nicht immer eindeutig ist, wie bzw. wodurch diese beim Betroffenen hervorgerufen wird, zieht sich eine Diagnose meist über einen sehr langen Zeitraum hinweg. Es gibt zu viele Faktoren, die einen Einfluss auf das Verhalten von Menschen in bestimmten Situationen nehmen.

Veröffentlicht am Freitag, 4. Februar 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Psyche Psychologe Psychopathologie Psychiatrie Psychotherapeut