Die Mittelohrentzündung (Otitis media): Schmerzen lindern, Entzündung behandeln - Viren und Bakterien als Auslöser

Bei einer Mittelohrentzündung, in Fachkreisen Otitis media genannt, handelt es sich um eine akute Erkrankung des Ohrs. Sie wird durch Bakterien oder auch durch Viren ausgelöst. Oftmals betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder von dieser Erkrankung. Begünstigt wird die Mittelohrentzündung auch durch eine eingeschränkte Nasenatmung, beispielsweise durch Polypen.

Ist die Ursache der Ohrerkrankung ein Virus, handelt es sich meist um ein Grippevirus. Bei Bakterien als Auslöser sind es Pneumokokken, Streptokolkken oder Haemophils influenzae. Auch die Verschleppung einer Krankheit, wie z.B. Scharlach, kann zu einer Mittelohrentzündung führen.

Eine akute Mittelohrentzündung zeigt sich durch Ohrenschmerzen sowie einer Verminderung der Hörfähigkeit. Des Weiteren wird die Erkrankung in den meisten Fällen von Fieber begleitet und man fühlt sich im Allgemeinen schlapp, müde und krank. Manche Betroffene sprechen auch von einem schmerzhaften Klopfen im Ohr.

Bei einer Mittelohrentzündung kann das Trommelfell einreißen. Hierdurch vermindern umgehend die Schmerzen und der Eiter kann über den Gehörgang ausfließen. Gefährlich wird es, wenn sich die angrenzenden Knochen entzünden. Dann ist ein operativer Eingriff meist die beste Therapie, bei dem die entzündete Stelle aus dem Knochen entfernt wird.

Ansonsten wird eine akuten Mittelohrentzündung mit Antibiotika behandelt. Daneben werden abschwellende Nasentropfen verschrieben und auch eine direkte Wärmezufuhr am Ohr, beispielsweise durch eine Rotlichtlampe, hilft die Mittelohrentzündung innerhalb weniger Tage zu lindern.

Veröffentlicht am Dienstag, 18. Januar 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Schmerzen Ohr Mittelohrentzündung Otitis media Behandlung Mittelohrentzündung Ohrerkrankung Ohrenschmerzen