Die Ess-Brech-Sucht, auch Bulimie genannt

Die Ess-Brech-Sucht ist eher unter dem Begriff Bulimie bekannt und ist eine Krankheit, bei der Betroffene sehr große Angst davor haben, dicker zu werden. In der Regel sind Betroffene normalgewichtig und greifen zu unterschiedlichen Mitteln, um bloß nicht ein Gramm zuzunehmen. Die Ess-Brech-Sucht muss nicht zwangsweise damit einher gehen, dass Betroffene zunächst normal Essen und sich dann Übergeben. Auch der Gebrauch für Abführmitteln, ein exzessives Fasten oder übermäßiges Sport treiben ist eine Form der Ess-Brech-Sucht.

Durch diese Maßnahmen gegen das Zunehmen kommt es im Körper zu einem Mangelzustand, die wiederum Ess-Attacken nach sich ziehen. Betroffene nehmen dann große Mengen Nahrung zu sich und erbrechen diese dann wieder. Bei einer sehr schweren Bulimie wird das Erbrechen als „spannend“ empfunden, was den Kreislauf verstärkt.

Die Folgen der Ess-Brech-Sucht sind schwerwiegend, denn es kann zu einer Störung des Elektrolyt-Stoffwechsels sowie zu Entzündungen der Speiseröhre und Zahnschäden kommen. Letzteres ist vor allem durch die Magensäure bedingt, die beim Erbrechen die Speiseröhre sowie den Mundraum durchläuft. Ferner kommt es zu Mangelerscheinungen, da der Körper gar keine Zeit hat, die Nährstoffe aus der Nahrung zu verwerten. Im schlimmsten Fall wird auch das Herz angegriffen, sodass der Tod nicht ausgeschlossen werden kann.

Therapiert wird die Ess-Brech-Sucht durch Psychotherapeuten. Im Rahmen einer Verhaltenstherapie werden die Ursachen für diese Erkrankung definiert und gezielt aus dem Weg geräumt.

Veröffentlicht am Freitag, 3. Dezember 2010 | Autor: kb
Schlagwörter: Bulimie Essstörung Verhaltenstherapie Essstörungen Ess-Brech-Sucht Folgen Bulimie Ernärhung Nahrungsaufnahme