Die Ernährungsform nach Johann Georg Schnitzer
Johann Georg Schnitzer ist Zahnarzt, Autor, bezeichnet sich selbst als Forscher, erfand die Schnitzer Getreidemühle und verbreitet eine besondere Ernährungsform, die Schnitzer-Kost. Seine Meinung zu Gesundheit und Krankheit widerspricht sich in vielen Punkten zu alternativen Heilmethoden, deren Wirksamkeit bestätigt wurde.
Bei der Schnitzer-Kost handelt es sich um eine Rohkost-Diät, die nach Angaben Schnitzers als Präventionsmaßnahme ebenso gut geeignet ist, wie zur Heilung von unterschiedlichen Krankheiten. Die Schnitzer-Kost besteht zum größten Teil aus Getreide, Hülsenfrüchten sowie Nüssen und Samen. Hinzu kommen Wurzelgemüsesalate und grüne Salate. Durch diese Ernährungsform soll aber nicht nur die Gesundheit gefördert werden, Schnitzer propagiert, dass sich dadurch auch die Lebenserwartung erhöhen würde.
Aus seiner Erfahrung als Zahnarzt heraus behauptet Schnitzer, dass Fleisch für die menschliche Ernährung völlig ungeeignet wäre, was er aus dem menschlichen Gebiss ablesen könne. Zudem wäre die mangelnde Aufnahme von Vitalstoffen dafür verantwortlich, dass chronische Zivilisationskrankheiten, wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes Typ II, immer mehr zunehmen würden.
Ernährungswissenschaftler üben scharfe Kritik an der Schnitzer-Kost. So kann es hierbei zu einer Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen wie Eiweiß, Calcium, Eisen und Jod kommen und auch das Vitamin B12 wird nicht in ausreichendem Maße aufgenommen. Begründet ist dies darin, dass die Schnitzer-Kost sich vor allem auf eine vegane Rohkost beschränkt. Bedenklich ist diese alternative Ernährungsform auch, weil zu wenig Kalorien aufgenommen werden, was zu einem starken Untergewicht führen kann.
Veröffentlicht am Mittwoch, 23. März 2011 | Autor: kb
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