Die 22. Schwangerschaftswoche (SSW): Käseschmiere, Turnübungen und der Hodensack

In der 22. Schwangerschaftswoche ist das ungeborene Baby mit einer weißen, sehr klebrigen Schicht überzogen. Hierbei handelt es sich um die sog. Käseschmiere, durch die die empfindliche Babyhaut vor dem Fruchtwasser geschützt wird.

Die Haut würde ohne diese Schutzschicht ganz faltig werden. Des Weiteren hilft die Käseschmiere dabei, das Kind vor Infektionen zu schützen. Eine wichtige Rolle übernimmt die Käseschmiere auch bei der Geburt, denn durch sie „rutscht“ das Kind etwas einfacher durch den Geburtskanal.

In den letzten Wochen hat das Kind nach und nach einen festen Schlafrhythmus entwickelt. Beschäftigt man sich von außen mit dem Kind, kann man es in seiner Schlafphase jetzt sogar wecken, denn es reagiert immer häufiger auf das, was drumherum passiert. Zudem kann das Kind jetzt auch viel besser die Darmgeräusche oder den Herzschlag der Mutter wahrnehmen. Auch mit den Turnübungen geht es fleißig weiter, denn das Kind kann bereits jetzt seine Arme und Beine koordinieren, was man sehr gut auf dem Ultraschall sehen kann. Ab dieser Schwangerschaftswoche kann man ein sog. „Organscreening“ durchführen lassen. Hierbei wird die Anatomie des Kindes untersucht, sodass frühzeitig Fehlbildungen erkannt und noch im Mutterleib behandelt werden können.

Wenn es sich bei dem Ungeborenen im übrigen um einen Jungen handelt, dann wandern bei ihm in der 22. Schwangerschaftswoche die Hoden in das Skrotum, also in den Hodensack. Sie befanden sich bislang im Becken des Babys. Daneben beginnt bereits jetzt schon die Produktion von Spermien und auch das Hormon Testosteron wird schon vom Ungeborenen produziert und ausgeschüttet.

Veröffentlicht am Dienstag, 10. Mai 2011 | Autor: kb