Der Vaginalpilz (Scheidenpilz)
Mindestens einmal in ihrem Leben hat eine Frau mit einem Vaginalpilz, der auch Scheidenpilz genannt wird, zu tun. Hierbei handelt es sich um eine entzündliche Pilzinfektion der Scheidenschleimhaut, die ein der am häufigsten auftretende Infektion der weiblichen Geschlechtsorgane ist.
In der Regel wird der Scheidenpilz durch Pilze der Gattung Candida verursacht. Dieser gelangt durch den Geschlechtsverkehr in die Scheide. Ein weiterer Infektionsweg ist aber auch eine mangelhafte Hygiene.
Im Normalfall weist die Scheide Pilz ab, sofern die Immunabwehr funktioniert und die Scheidenflora in Ordnung ist. Bei einer gesunden Frau herrscht in der Scheide ein saures, erregerfeindliches Milieu, sodass sie automatisch vor einem Vaginalpilz geschützt ist.
Die Vaginalflora kann allerdings gestört sein, was in der Schwangerschaft, durch die Einnahme von Antibiotika oder der Pille der Fall sein kann. Auch wer zu viel Wert auf die Körperhygiene legt und Intimsprays und ähnliche Mittel nutzt, hat ein erhöhtes Risiko sich einen Scheidenpilz einzufangen.
Der Scheidenpilz zeigt sich typischerweise durch einen sehr starken Juckreiz und einen Ausfluss, der weißlich und krümelig ist. Es kann aber auch zu Schmerzen beim Wasserlassen, ähnlich wie bei einer Blasenentzündung kommen. Ein Arzt kann durch einen Abstrich und eine Laboruntersuchung den Scheidenpilz eindeutig nachweisen.
Behandelt wird diese Infektion dann durch Medikamente, die speziell gegen Pilzinfektionen wirken. In der Regel verläuft ein behandelter Vaginalpilz unkompliziert.
Veröffentlicht am Montag, 2. Mai 2011 | Autor: kb
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