Der Thalamusschmerz nach Schlaganfällen: Behandlung schwer möglich!
Der Thalamus ist ein Bereich des Gehirnes, durch den sämtliche Nervenfasern, durch die Empfindung von Berührungen sowie Temperaturunterschiede vermitteln werden, durch diesen Teil des Gehirnes gelangen müssen. Aus diesem Grund nennt man den Thalamus auch das „Tor zum Bewusstsein“.
Zu einem Thalamusschmerz kommt es meist, wenn eine Schädigung des paramedianen und venterolateralen Anteils des Thalamus vorliegt. Die Schmerzen können direkt nach dem Schlaganfall, in Fachkreisen Insult genannt, auftreten. Es kann aber auch sein, dass der Thalamusschmerz erst Monate oder Jahre später einsetzen. Betroffene berichten, dass sich der Schmerz stechend, brennend und heiß anfühlt.
Möglich ist aber auch, dass der Thalamusschmerz durch Reize hervorgerufen wird. Die Symptome werden in den betroffenen Regionen meist durch Stress und teilweise auch einfach nur durch eine Berührung verstärkt. In manchen Fällen kommt es auch zu unwillkürlichen Bewegungen in der betroffenen Körperhälfte. Diese sind zum Teil sehr schmerzhaft.
Der Thalamusschmerz ist eine der am schwierigsten zu behandelnden Schmerzen die die Medizin kennt. In den meisten Fällen kann trotz einer sehr intensiven Behandlung keine völlig Schmerzfreiheit erreicht werden.
Die bekannten Schmerzmittel sind völlig wirkungslos und selbst mit Morphin kann nur eine Linderung von rund 20 Prozent erreicht werden. In einem solchen Fall verschreiben Ärzte in der Regel noradrenerge Antidepressiva, wie beispielsweise Amitryptilin. Sie wirken sich durch eine Veränderung der Schmerzwahrnehmung positiv auf den Patienten aus.
Veröffentlicht am Montag, 17. Januar 2011 | Autor: kb
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