Der Marburger Bund: Standesvertretung der Ärzte in Deutschland
Das Deutsche Gesundheitssystem besteht aus vielen verschiedenen Einrichtungen, deren Arbeit, Aufgaben und Ziele ineinander greifen und dafür sorgen, dass es in Deutschland eine medizinische Grundversorgung für jeden Bürger gibt.
Der umgangssprachlich „Marburger Bund“ genannte „Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschland e.V.“ versteht sich als Ständevertretung und Gewerkschaft für Ärzte in Deutschland. Gegründet wurde der Verband im Jahre 1947 in Marburg, daher auch der Name. Derzeit gehören rund 108.000 Mitglieder zum Marburger Bund, von denen ca. 146.000 Krankenhausärzte aus Deutschland sind. Diese Zahlen machen den Marburger Bund zur größten europäischen Ärztevereinigung.
Nach eigenen Aussagen setzt sich der Marburger Bund in erster Linie für die Verbesserung der beruflichen Situation von Ärzten ein. Dies bezieht sich auf die Abschaffung von befristeten Verträgen bis hin zur Vergütung von Überstunden. Das erklärte Hauptziel des Marburger Bundes ist es, für Mediziner in Deutschland einheitlich geregelte Arbeitszeiten zu schaffen und Gehälter zu verhandeln, die international konkurrenzfähig sind.
Seit dem Jahre 2005 hat der Marburger Bund in Berlin-Mitte seine Hauptgeschäftsstelle. Im gleichen Jahr trennte sich der Marburger Bund von der als Rechtsnachfolgerin der DAG tätigen Gewerkschaft ver.di. Seitdem ist der Marburger Bund eine eigenständige Tarifvertretung, die die Interessen von angestellten und verbeamteten Krankenhausärzte vertritt. Nach dieser Trennung konnte der Marburger Bund eine Beitrittswelle verzeichnen. Innerhalb kürzester Zeit stieg die Zahl der Mitglieder um 15.000 Personen.
Veröffentlicht am Mittwoch, 26. Januar 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Gesundheitssystem Ärzte Marburger Bund Ärzteverband Ärztevereinigung Tarifvertretung Ärzte Ärztegewerkschaft
