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Der Hodenhochstand, Maldescensus testis: Entwicklungsstörung behandeln!

Der Hodenhochstand wird in Fachkreisen Maldescensus testis genannt und ist eine Entwicklungsstörung. Hierbei können ein Hoden oder auch beide direkt nach der Geburt nicht ertastet werden. Entweder befindet sich der Hoden dann in der Bauchhöhle, in der Leiste oder am Eingang des Hodensacks. Daneben gibt es noch die Entwicklungsstörung des Pendelhodens. Hierbei befindet sich der Hoden zwar im Hodensack, wird aber in bestimmten Situationen nach oben gezogen, z.B. bei Kälte.

In den meisten Fällen verschwindet der Hodenhochstand spontan während des ersten Lebenshalbjahres. In manchen Fällen ist allerdings eine Hormonbehandlung erforderlich, die mit der Vollendung des ersten Lebensjahres abgeschlossen sein muss.

Mit einer solchen Hormonbehandlung sollte spätestens nach den ersten sechs Lebensmonaten angefangen werden, da zu diesem Zeitpunkt so gut wie ausgeschlossen werden kann, dass sich die Hoden von selbst senken. Die Begrenzung der Hormonbehandlung auf das erste Lebensjahr ist wichtig, da nur so gewährleistet ist, dass keine Spätfolgen auftreten können, wie z.B. Unfruchtbarkeit oder Hodenkrebs. Bringt auch eine Hormonbehandlung nicht den gewünschten Erfolg, dann ist eine Operation unausweichlich.

Die Ursachen für einen Hodenhochstand sind vielseitig. Er kann durch anatomische Anomalien entstehen, es kann sich um eine hormonelle Störung handeln und ist bei einer Frühgeburt nicht selten. Letzteres ist darin begründet, dass bei Frühgeburten die Entwicklung des Kindes noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

Veröffentlicht am Donnerstag, 3. Februar 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Geschlechtsorgane Hoden Unfruchtbarkeit Hodenhochstand Maldescensus testis Entwicklungsstörung bei Jungen Hodenkrebs Hormonbehandlung Therapie Hodenhochstand Behandlung Hodenhochstand