Der Ermüdungsbruch (Ermüdungsfraktur)
Der Ermüdungsbruch, in Fachkreisen auch Ermüdungsfraktur genannt, entsteht durch eine kontinuierliche Überbelastung des betreffenden Knochens. Anders als bei einem akuten Knochenbruch entsteht ein Ermüdungsbruch im Laufe der Zeit. Der Knochen ist dabei einem Druck ausgesetzt, der aber nicht ausreichend ist, um den Knochen spontan zu brechen. Meist tritt der Ermüdungsbruch an Armen und Beinen auf, während Wirbelknochen und Rippen nur sehr selten betroffen sind. Besonders betroffen sind vom Ermüdungsbruch Sportler, die einer Leistungs- oder Laufsportart nachgehen. Im Bereich der Sportmedizin machen Ermüdungsbrüche ca. 20 Prozent aller Verletzungen aus.
Mediziner unterscheiden zwei Arten des Ermüdungsbruchs: die Stressfraktur und die Insuffizienzfraktur. Die Stressfraktur tritt auf, wenn der Knochen dauerhaft einer Überbelastung ausgesetzt ist. Von einer Insuffizienzfraktur hingegen ist die Rede, wenn ein erkrankter Knochen einer dauerhaften Überbelastung ausgesetzt ist.
Ein Ermüdungsbruch zeigt sich durch belastungsabhängige Schmerzen, die sehr plötzlich auftreten. Begleitet wird er in der Regel von Schwellungen und Rötungen, die tastbar bzw. deutlich sichtbar sind. Eine eindeutige Diagnose kann durch das Röntgen oder durch die Computertomographie gestellt werden.
Die Therapie zielt in erster Linie darauf ab, den betroffenen Knochen zu entlasten, wofür meist ein Gips angebracht wird. Eine Strassfraktur kann in einem Zeitraum von sechs bis acht Wochen komplett abheilen. Handelt es sich jedoch um eine Insuffizienzfraktur, muss parallel die zugrundeliegende Erkrankung behandelt werden.
Veröffentlicht am Mittwoch, 23. März 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Knochen Sportverletzung Ermüdungsbruch Ermüdungsfraktur Sportmedizin Insuffizienzfraktur Stressfraktur Fraktur Knochenbruch
