Der Coitus interruptus und was man darunter genau versteht
Unter dem Coitus interruptus versteht man den unterbrochenen Geschlechtsverkehr. Dies bedeutet, dass der Mann seinen Penis vor dem Samenerguss aus der Scheide zieht. Sehr viele Jugendliche sind der Meinung, das es sich hierbei um eine sehr sichere Verhütungsmethode handelt.
Doch leider ist dies ein Irrglaube, denn der unterbrochene Geschlechtsverkehr schützt weder vor einer ungewollten Schwangerschaft, noch lassen sich damit Geschlechtskrankheiten vermeiden.
Studien zufolge besitzt der Coitus interruptus als Verhütungsmethode einen Pearl Index zwischen vier und 18. Dies bedeutet, dass 4 bis 18 Frauen von 100, die diese Methode ein Jahr lang anwenden, schwanger werden. Daher sollten sich weder Jugendliche, noch Paare die sich klar gegen Kinder ausgesprochen haben, auf diese vermeintliche Verhütungsmethode einlassen.
Den Coitus interruptus zu praktizieren ist zudem gar nicht so einfach. Die Schwierigkeit hierbei besteht darin, den Penis wirklich kurz vor dem Orgasmus aus der Scheide zu ziehen. Der Mann muss hierbei über eine sehr gute Selbstbeherrschung und vor allem eine hervorragende Selbstbeherrschung verfügen. Bei sexueller Aktivität kann dies schnell außer Kontrolle geraten. Zudem wird durch das ständige auf sich aufpassen müssen, der Spaß am Sex erheblich beeinträchtigt.
Hinzu kommt die Problematik, dass wenn der Coitus interruptus geklappt hat, keine 100-prozentige Verhütung gegeben ist. Bereits vor dem eigentlichen Samenerguss kann es sein, dass Spermien, die sog. Lusttropfen, in die Scheide eingedrungen sind. Diese Lusttropfen können für eine Schwangerschaft schon ausreichen.
Veröffentlicht am Montag, 6. Juni 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Verhütung Sexualität Geschlechtsverkehr Coitus interrupptus unterbrochener Geschlechtsverkehr Verhütungsmethode natürliche Verhütung
