Depressionen: eine Volkskrankheit mit guten Heilungschancen

Als Depression bezeichnet man im Allgemeinen den andauernden Zustand der Niedergeschlagenheit. Die Patienten fühlen sich antriebslos, ausgepowert, sind nicht mehr in der Lage Freude oder auch Leid zu empfinden, leiden häufig an Unruhe und gestörtem Schlaf.

Bei vielen Betroffenen wird die Krankheit durch ein konkretes Erlebnis ausgelöst wie zum Beispiel den Verlust eines geliebten Menschen oder etwa die Trennung vom Partner. Gefühle von Hilflosigkeit, Minderwertigkeit und absoluter Hoffnungslosigkeit bestimmen den Alltag. Es entsteht häufig ein Gedankenkarussell aus negativen Gedanken und der Depressive findet den Weg aus der Situation nicht. Es kommt sogar oft vor, dass diese Menschen unter unerklärlichen Schmerzen leiden und von Arzt zu Arzt laufen, ohne eine zufriedenstellende Diagnose zu bekommen. Es stellt sich meist in der Psychotherapie heraus das die Schmerzen vor allem seelische Schmerzen waren, die sich in Form von körperlichen Schmerzen geäußert haben.

Man kann mit einer gezielten Psychotherapie mit oder auch ohne Psychopharmaka helfen. In individuellen Fällen ist ein Aufenthalt in einer Fachklinik ratsam. In unterschiedlichen Verfahrensweisen wie etwa der Gesprächstherapie oder Gestalttherapie findet der Betroffene zu seinem Problem und hat einen kompetenten Ansprechpartner zur Seite.

Antidepressiva sind heute sehr gut verträglich und werden sogar schon in der Schmerztherapie angewandt. Eine positive Veränderung lässt sich erst nach Wochen der Einnahme abschätzen, da die Medikamente dann erst ihre volle Wirkung entfalten. Die Chancen eine Depression zu heilen, stehen bei einer gesicherten Diagnose und entsprechenden Maßnahmen gut.

Veröffentlicht am Dienstag, 25. Mai 2010 | Autor: as
Schlagwörter: Gesundheit Erkrankung Medikamente Depression Psychologie Anfall