Chancen und Risiken von Rotklee (Wiesen-Klee) als natürliches Heilmittel
Es ist noch gar nicht so lange her, dass man die Wirkung von Rotklee erkannte und so erfreuen sich gerade jetzt Präparate aus Rotklee einer sehr großen Beliebtheit. Rotklee ist auch als Wiesen-Klee oder Trifolium pratense bekannt und gilt als die pflanzliche Alternative zur Hormonersatztherapie bei Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden.
Frauen produzieren ab etwa dem 50. Lebensjahr weniger Hormone und kommen damit in die sog. Menopause. Dabei gibt es sehr viele Frauen die stark unter der hormonellen Umstellung leiden.
Seit den 1960er Jahren verschreiben Ärzte gegen die typischen Erscheinungen der Wechseljahre zahlreiche Hormonpräparate. Die meisten von ihnen hatten aber so starke Nebenwirkungen und nur einen geringen Nutzen, sodass Frauen lieber mit den Begleiterscheinungen der Wechseljahre lebten. Nun bietet sich Rotklee als Alternative an, dass in Form von Tee oder als Kapseln angeboten wird.
Im Rotklee sind die sekundären Pflanzenstoffe Isoflavone enthalten, die von der chemischen Zusammensetzung dem Östrogen sehr ähnlich sind. Die Produktion von Östrogen verringert sich im Laufe der Wechseljahre kontinuierlich, sodass mit der Einnahmen von hochkonzentriertem Rotklee der Hormonhaushalt ausgeglichen werden kann.
Rotklee ist zudem als Kapsel wie auch als Tee sehr bekömmlich und effektiv. Zahlreiche Studien zu diesem Thema belegen, dass Frauen, die Rotklee zu sich nahmen, weitaus weniger an Schweißausbrüchen, Hitzewallungen, depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen litten. All dies sind typische Begleiterscheinungen der Wechseljahre.
Dennoch gilt der Rotklee nicht ganz als das Wundermittel, als das es oftmals beschrieben wird. Forscher sehen dieses Naturheilmittel immer kritischer und raten inzwischen sogar zu erhöhter Vorsicht bei der Einnahme. Die Begründung: in den Wechseljahren steigt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken.
Im Rotklee ist auch das Isoflavon Genistein enthalten, dem nachgesagt wird, dass es die Zellteilung stört und eventuell Krebs verursachen und Brustkrebs fördern kann. Jedoch ist das Isoflavon Genistein nur in sehr geringer Konzentration im Rotklee enthalten.
Bis heute sind die definitiven Nebenwirkungen von Rotklee nicht ausreichend erforscht, sodass nicht mit Bestimmtheit gesagt werden kann, ob diese Annahme der Experten stimmt.
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. August 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Wechseljahre Naturheilmittel Naturheilkunde Rotklee Wiesen-Klee Klee Trifolium pratense Hilfe in den Wechseljahre
