Bluterkrankheit (Hämophilie) - Gerinnungstörung führt zu Blutung bei bereits kleinen Verletzungen
Die Bluterkrankheit wird in Fachkreisen Hämophilie genannt und ist eine Erkrankung, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Die Hämophilie gehört zu den am häufigsten auftretenden Erbkrankheiten und tritt in erster Linie bei Männern auf. Dies ist darin begründet, dass Frauen in ihrem Erbgut zwei X-Chromosomen, Männer ein X- und ein Y-Chromosom enthalten.
Die Bluterkrankheit ist eine an das X-Chromosom gebundene Erbkrankheit, somit sind es eher Männer die daran erkranken, da bei Frauen das zweite x-Chromosom meist unverändert ist. Einer von 10.000 Menschen in Deutschland leidet an der Bluterkrankheit, die in Hämophilie A und die seltener auftretende Hämophilie B eingeteilt wird.
Die Beschwerden sind bei beiden Arten sehr ähnlich. Der Unterschied besteht lediglich darin, welcher Gerinnungsfaktor betroffen ist. Je schlechter der Gerinnungsfaktor, desto schlechter gerinnt Blut. Wer an der Bluterkrankheit leidet, der blutet bei Operationen oder auch bei Verletzungen stärker als eine gesunde Person. Handelt es sich um eine leichte Form der Bluterkrankheit, dann haben Betroffene im Alltag nicht mit besonderen Beschwerden zu kämpfen. Ist die Erkrankung jedoch in einem schwereren Maße vorhanden, denn führen bereits kleine Verletzungen zu Blutungen nach außen oder auch ins Gewebe bzw. Muskeln und Gelenke.
Behandelt wird die Hämophilie in erster Linie dadurch, dass die Blutgerinnung normalisiert wird. Der fehlende Gerinnungsfaktor kann ersetzt werden und stammt aus Spenderblut oder er wird gentechnisch hergestellt. Bei Spenderblut muss man heute keine Angst mehr haben, dass es mit Viren verseucht ist. Grundsätzlich wird heute nämlich das Spenderblut vor der Gefriertrocknung sterilisiert. Bei gentechnisch produzierten Faktoren sind ohnehin keine Viren enthalten.
Veröffentlicht am Mittwoch, 20. April 2011 | Autor: kb
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