Binge Eating: Fressattacken mit Heißhungergefühlen loswerden, aber wie?
Beim Binge Eating kommt es zu regelmäßig wiederkehrenden Fressattacken, die von suchtartigen Heißhungergefühlen begleitet werden. Allerdings ist der Suchtcharakter des Binge Eating noch umstritten. In der Medizin ist von dieser Essstörung immer dann die Rede, wenn in einem Zeitraum von einem halben Jahr an mindestens zwei Tagen in der Woche ein Anfall von Heißhunger auftritt. Dieser Anfall bewirkt, dass Betroffene innerhalb kürzerster Zeit ungewöhnlich große Mengen Lebensmittel zu sich nehmen können. Bei einer solchen Attacke verliert der Betroffene voll und ganz die Kontrolle über sein Essverhalten.
Daneben gibt es weitere Indikatoren, die auf diese Erkrankung hinweisen. Dies ist beispielsweise die Tatsache, dass Betroffene essen, obwohl sie überhaupt kein Hungergefühl verspüren. Des Weiteren essen sie unheimlich schnell und das bis ein unangenehmes Gefühl einsetzt. An Binge Eating erkrankte Personen essen auch immer alleine. So wollen sie ein Schamgefühl vermeiden. Gleichzeitig ist ihnen bewusst, dass ihr Essverhalten nicht richtig ist bzw. nicht dem Normalfall entspricht. Betroffene empfinden die Ess-Anfälle als belastend und haben nach einer solchen Attacke ein Gefühl von Ekel und Scham. Nicht selten kommen noch Depressionen hinzu.
Auch wenn diese Störung noch nicht als Sucht anerkannt ist, ist in Europa inzwischen die Behandlungsbedürftigkeit anerkannt. Es gibt zahlreiche Behandlungskonzepte, die weitestgehend der Therapie einer Bulimie entsprechen. Durch eine Psychotherapie soll eine Normalisierung des Essverhaltens erreicht werden. Daneben werden aber auch die psychischen Probleme behandelt, die als Auslöser gelten. Dies macht deutlich, dass diese Essstörung vor allem durch psychische Probleme hervorgerufen wird.
Veröffentlicht am Freitag, 4. Februar 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Ernährung Essstörung Binge Eating Heißhungerattacken Therapie Binge Eating Ernährungsstörung Fehlernährung
