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Azidose: akute Übersäuerung durch Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts

In Fachkreisen wird die akute Übersäuerung Azidose genannt. Diese Erkrankung liegt dann vor, wenn der Körper so übersäuert, dass der pH-Wert im Blut unter 7,36 sinkt. Dieser Wert liegt im Normalfall zwischen 7,36 und 7,44.

Unterschieden werden zwei akute Formen der Übersäuerung: die metabolische und die respiratorische. Während die metabolische Übersäuerung durch den Stoffwechsel bedingt ist, beruht die respiratorische Übersäuerung auf der Atmung.

Eine bestehende respiratorische Azidose zeigt sich durch Atemnot, Blaufärbung der Lippen und eine erhöhte Wasserausscheidung. Die metabolische Form, die sehr selten auftritt, zeigt sich durch eine tiefe und verlangsamte Atmung.

Ein Arzt kann durch eine Blutgasanalyse herausfinden, ob eine Übersäuerung vorliegt. In diesem Zusammenhang muss man wissen, dass es sich bei der akuten Übersäuerung nicht um eine eigenständige Erkrankung handelt. Sie ist ein Symptom anderer Grunderkrankungen, wie beispielsweise Diabetes mellitus oder eine chronische Nierenerkrankung. Daraus ergibt sich, dass sich die Therapie vor allem auf die Grunderkrankungen bezieht. Daneben gibt ein einige Sofortmaßnahmen gegen die Übersäuerung.

Bei einer metabolischen Übersäuerung wird meist Natriumhydrogencarbonat eingenommen, durch das der natürliche Säure-Basen-Haushalt in ein Gleichgewicht gebracht werden kann. In den meisten Fällen besteht eine langfristige Therapie auch dadurch, dass die Ernährung umgestellt wird. Entscheidend ist auch, dass Betroffene sehr viel trinken. Die respiratorische Azidose wird in besonders schweren Fällen durch eine Beatmung behandelt.

Veröffentlicht am Dienstag, 26. April 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Atmung Stoffwechsel Übersäuerung Azidose Blutgasanlayse