Aufmerksamkeitsdefizit-, Hyperaktivitätsstörung: ADS, ADHS

Sobald ein Kind heute lebhaft ist und als kleiner Zappelphilipp gilt, liegt die Vermutung nahe, dass es unter einer Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung besser bekannt als ADS, ADHS leidet. Jedoch steht diese Diagonose nicht immer zu recht im Raum und viele Menschen sprechen auch von einer „Modekrankheit“. Was also steht wirklich hier ADHS?

Betroffen sind von einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung in erster Linie Kinder und Jugendliche, wobei es häufiger Jungen als Mädchen sind. Allerdings kann auch ein Erwachsener von ADHS betroffen sein.

Es ist nicht immer leicht definitiv festzustellen, ob ein Kind von ADS/ADHS betroffen ist, denn der Übergang von einem normalen zu einem auffälligen Verhalten von Kindern ist meist fließend. Es gibt allerdings einige charakteristische Verhaltensweisen, die auf diese Erkrankung hinweisen. Dazu gehört u.a. dass die betroffenen Kinder sehr große Schwierigkeiten haben, sich über einen längeren Zeitraum hinweg zu konzentrieren. Solche Kinder lassen sich leicht ablenken, machen Flüchtigkeitsfehler und können nicht richtig zuhören. Des Weiteren fällt es betroffenen Kindern sehr schwer, still zu sitzen. Das wird spätestens in der Schule zu einem großen Problem. ADS/ADHS Kinder sind oftmals auch sehr impulsiv, fallen anderen ins Wort oder stören andere permanent, wenn sich diese im Gespräch befinden.

Als Ursache für ADS/ADHS gilt eine fehlerhafte Informationsverarbeitung im Gehirn, die mit einer Störung im Hirnstoffwechsel zusammenhängt. Von der Störung betroffen ist der Nerven-Botenstoff Dopamin. Dieser ist für die Weiterleitung von Informationen und Reizen zuständig. Bei Betroffenen verändert sich der Dopaminstoffwechsel, in dessen Folge es zu einer Reizüberflutung kommt. Durch die ständigen Reize wird die Aufmerksamkeit und die Konzentration gestört.

ADS/ADHS lässt sich therapieren. Welche Therapieform dabei in Frage kommt, hängt vom Einzelfall ab. Es gibt zahlreiche Medikamente, mit denen betroffene Kinder „ruhig gestellt“ werden können. Daneben helfen aber auch verhaltenstherapeutische Maßnahmen.

Veröffentlicht am Montag, 29. November 2010 | Autor: kb
Schlagwörter: Kinder Aufmerksamkeitsdefizit Aufmerksamkeitsdefizitstörung hyperaktiv Hyperaktivitätsstörung ADS ADHS Dopamin Gehirn Reize