Amputationsschmerzen: Phantomschmerzen und Stumpfschmerzen behandeln
Amputationsschmerzen treten nach der operativen Entfernung von Körperteilen auf. Sie werden in zwei unterschiedliche Formen unterschieden: Phantomschmerzen und Stumpfschmerzen. In vielen Fällen ist die Amputation von Gliedmaßen die einzige und lebensrettende Maßnahme.
Während dieser Eingriff aus medizinischer Sicht nicht sehr schwer ist und auch die Verletzungen gut abheilen, ist für Betroffene der psychische Stress und die seelische Belastung durch den Verlust sehr groß.
Der Phantomschmerz ist ein Schmerz, der eher eine Kopfsache ist und zu den rätselhaftesten Schmerzen gehört, die bekannt sind. Er tritt am amputierten Körperteil auf und ist so rätselhaft, weil das Körperteil ja nicht mehr vorhanden ist.
Beim Stumpfschmerz hingegen schmerzt die Stelle, an die der Körperteil entfernt wurde. Es gibt viele Ursachen, die einem Schmerz am Amputationsstumpf zugrunde liegen. So können Wundschmerzen auftreten, es kann zu Infektionen und Blutergüssen kommen und auch eine schlecht sitzende Prothese kann Stumpfschmerzen verursachen.
Die Therapie von Stumpfschmerzen soll vor allem die zugrunde liegenden Ursachen beseitigen, während bei Phantomschmerzen die Schmerzbehandlung im Vordergrund steht. Grundsätzlich können alle Schmerzen, die mit Amputationen im Zusammenhang stehen, durch Medikamente behandelt und gelindert werden.
Daneben gibt es weitere Methoden, wie beispielsweise eine Reizung der Nerven durch elektrischen Strom, Massagen oder Krankengymnastik. Phantomschmerzen lassen sich zudem durch eine sog. Spiegeltherapie beseitigen. Entscheidend für eine erfolgreiche Therapie von Amputationsschmerzen ist: je früher sie beginnt, umso größer sind die Erfolgsaussichten.
Veröffentlicht am Mittwoch, 11. Mai 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Schmerzen Phantomschmerz Amputationsschmerz Amputation Bewegungsapparat Amputationsschmerzen Stumpfschmerz Therapie Amputationsschmerzen Spiegeltherapie Orthopädie
