Altersstar: Trübung der Linse im Alter, erworbener Grauer Star
Bei einigen Menschen führen die ganz normalen Alterungsprozesse zu einer Trübung der Linse, was Altersstar genannt wird. Hierbei handelt es sich um einen erworbenen Grauen Star, bei dem allerdings die Anlage für diese Erkrankung auch vererbt sein kann.
Bislang ist es nicht eindeutig geklärt, wie der Altersstar entsteht. Experten sind sich aber darüber einig, dass unterschiedliche Einflüsse verantwortlich sind. So fördert eine intensive Sonnenbestrahlung, Stoffwechselstörungen sowie Dehydration und ein Mangel an essentiellen Aminosäuren die Entstehung des Altersstars.
Besonders häufig tritt der Altersstar dort auf, wo es warm ist. Daher ist er in den Tropen meist wesentlich häufiger anzutreffen, als in Nord- oder Mitteleuropa. Dennoch ist diese Erkrankung weltweit der häufigste Grund für eine Erblindung. Begründet ist dies aber zum größten Teil darin, dass im Hauptverbreitungsgebiet die operative Therapie eher selten ist.
Grundsätzlich wird der Altersstar in verschiedene Stadien eingeteilt. Man unterscheidet eine geringe Trübung, eine fortgeschrittene und eine reife sowie überreife Trübung. Es gibt zwei Hauptformen, in denen sich der Altersstar zeigt.
Beim sog. Kernstar verhärtet sich das Zentrum der Linse, diese wird dichter und verfärbt sich gelblich-braun. Diese Form ist meist mit einer starken Kurzsichtigkeit verbunden. Beim sog. Rindenstar hingegen trübt sich die äußere Schicht der Linse, was sich auf die Nahsicht und die Fernsicht negativ auswirkt.
Grundsätzlich sollte ein Augenarzt eine Diagnose stellen, denn bei älteren Menschen trübt sich die Linse nicht selten auch ohne das ein Altersstar vorliegt. In Europa bestehen durch eine entsprechende Operation sehr gute Heilungschancen.
Veröffentlicht am Montag, 23. Mai 2011 | Autor: kb
Schlagwörter: Alter Linsentrübung Grauer Star Sehen Altersstar Rindenstar Kernstar Auge
