Altersdemenz: wie kann man vorbeugen?

Die Altersgrenze schraubt sich durch moderne Medizin und Aktivität immer weiter nach oben. Daher ist es wichtig, sich nicht nur seine Mobilität, sondern auch die geistige Vitalität zu erhalten. Gesunde, ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und Spaziergänge in der Natur helfen dem Körper, sich auch im hohen Alter fit zu fühlen. Selbst wenn körperliche Einschränkungen vorliegen, ist der Auffenthalt im Freien die beste Medizin.

Der Kontakt zur Familie, ehemaligen Kollegen, Sportskameraden und dem Freundeskreis sollte immer gepflegt werden. Durch die Gespräche über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bleiben die Gehirnzellen immer aktiv. Bei gemeinsamen Spielen, sei es Skat, Schach oder Erinnerungen austauschen wird das Gehirn trainiert.

Tägliches Zeitung lesen, Kreuzworträtsel, aber ebenso Fernsehen und Radio helfen dem älteren Menschen den Bezug zur Realität lange zu erhalten. Auch wenn im hohen Alter einige Ausfälle eintreten können, sind hier Psychopharmaka fehl am Platz. Zuneigung, liebevolle Betreuung und das eingehen auf den Menschen helfen da mehr.

Ab einem gewissen Stadium, vor allen Dingen, wenn einen der Partner schon verlassen hat, lebt man in der Vergangenheit und möchte sich die schönen Momente zurück holen. Das ist oft schwer zu erkennen und wird damit abgetan, das der Ältere verwirrt ist. Doch es ist oft nur eine Sehnsucht. Wenn auf diese Sehnsüchte eingegangen wird, stellt sich auch schnell der Bezug zur Realität wieder ein. Akzeptanz und Zuwendung sind hierbei die beste Medizin.

Veröffentlicht am Dienstag, 6. Juli 2010 | Autor: rl
Schlagwörter: Krankheit Gesundheit Demenz Erinnerung Sehnsucht Verwirrung